(Dieser Beitrag wurde um der Klarheit willen erweitert.)
Derzeit ist es in den Cups eine übliche Regelung, dass das Spiel beendet wird, wenn auf Renonce erkannt wird. Wenn durch die Renonce einem Spieler ein offensichtlicher Punkteverlust entsteht (stiller Vogel, stiller Valat...), so ist dies durch den Renoncierenden zu bezahlen, während die übrigen Spieler nur Spiel & angesagte
Prämien erhalten.
Hier ist aber aus meiner Sicht noch eine Unklarheit offen, denn bei einer Renonce gibt es zumindest drei wesentliche Zeitpunkte:
1. der, zu dem sie erfolgt
2. der, zu dem sie bemerkt werden könnte (weil die Mitspieler an sich alle Informationen haben)
3. und der, zu dem sie auch tatsächlich bemerkt und reklamiert wird.
Diese drei Zeitpunkte können zusammenfallen, etwa wenn ein Spieler einen angesagten Vogel zu früh ausspielt und die Gegner das reklamieren. Das andere Extrem ist aber etwa ein Sechserdreier, der falsch verlegt hat, was aber erst im letzten Stich bemerkt wird.
Es kann sein, dass zwischen der Renonce und ihrer Geltendmachung
Prämien erzielt werden. Beispiel: Ein Besserrufer-Spieler begeht Renonce. Einige Stiche später wird sie bemerkt, und in der Zwischenzeit haben der Spieler und sein Partner alle Könige heimgespielt. Muss der Spieler diese seinem Partner bezahlen oder nicht? Dies bedarf der Klärung.
Vorschlag:
Eine Renonce ist das faktische Spielende, sobald sie erfolgt. Was danach passierte, ist nicht zu berücksichtigen; allenfalls, was passiert wäre, wenn die Renonce nicht stattgefunden hätte.
(Das lässt vorerst offen, inwieweit man bei sofort bemerkten Renoncen kulant sein kann; aber das ist nicht das Thema hier.)
Anwendungsbeispiel: Ein Pagatrufer verlegt nur zwei Karten, und es wird erst am Schluss bemerkt. Der Partner spielt ungefährdet König Ultimo. Dieser ist vom renoncierenden Pagatrufer zu zahlen, aber nicht, weil er erfolgt
ist, sondern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch bei korrektem Verlegen erfolgt
wäre.
Was sind die Meinungen soweit hierzu?