Das Forum zum Thema Tarock (primär Königrufen)  

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Umfrageergebnis anzeigen: Eine Jeder-alles-bis-Solo-Geistregel wäre...
... besser als die bestehende (Vorhand-Piccolo/Rufer/Trischaken) 2 14,29%
... schlechter als ebendiese 12 85,71%
Teilnehmer: 14. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

 
 
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  #11 (permalink)  
Alt 28.10.2009, 23:09
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Rufer
 
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.. ok, arno ... aber der frust für einen, der einen wunderbaren sechser in der hand hat, ist vielleicht auch geringer, wenn er wenigstens einen rufer spielen darf ... hab doch selbst miterlebt, wie du geflucht hast, dass dein einziges gutes blatt an einem bestimmten abend durch den geist zu einem pic verurteilt wurde ...
bin also nach wie vor für die dreiervariante (OHNE solorufer!! - wär ja vierervariante und nix gut, weil alles von vornherein doppelt zählt - soviel zur ablehnung des chrifgo-vorschlags!!)
hast du nämlich als vorhand vier bis fünf tarock, kannst selber entscheiden, ob du mit einem rufer billiger wegkommst als mit trisch ... piccolo ja auch noch immer drin ... verstehst? bist nicht zu von vornherein hoffnungslosen piccolos gezwungen ... aber wie besprochen: reden wir in flachau drüber!
  #12 (permalink)  
Alt 28.10.2009, 23:20
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Valat
 
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Zitat:
Zitat von arnopeter Beitrag anzeigen
Ausserdem geht es bei der ganzen Diskussion nicht um das, was die Vorhand ansagen darf, damit sie nicht zuviel verliert oder gewinnt, sondern ausschliesslich um die Tatsache, den Schaden und den Frust, den der Geist mit seinem schlechten Spiel verursacht, in Grenzen zu halten!!
Tja... die Frage ist aber, was genau ist der "Schaden"?

Das, was ein Spieler vielleicht durch den Geist unredlich gewinnt, was ihn im Turnier weiterbringt?

Der Punkteverlust, den ein Spieler gegenüber dem "normalen" Spiel mit seinem Blatt hat?
  #13 (permalink)  
Alt 28.10.2009, 23:44
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Zitat:
Zitat von gufo45 Beitrag anzeigen
Grundsätzlich könnte ich der Dreiervariante schon mehr abgewinnen als dem reinen Piccolozwang, allerdings habe ich Bedenken wegen der Regel, dass auch keine STILLEN Vögel gemacht werden dürfen: Stell dir bitte vor, wie schwer nachvollziehbar da in manchen Fällen Regelverstöße sein könnten!! Nachdem es in gametwist im Unterschied zu live-Tarock ja keine Möglichkeit gibt, im Nachhinein Stiche anzusehen, würden Ausreden wie "ich hatte nie die Möglichkeit, den Vogel vorher loszuwerden" kaum jemals schlüssig widerlegt werden können. Zu welchen Streitigkeiten das wieder führen würde, möchte ich mir nicht ausmalen, obwohl das ja nicht mich, sondern primär wieder die Turnierveranstalter treffen würde ("MAMAAAAAAAA ... die/der hat den Peli gespielt, obwohl sie/er ihn loswerden hätte können .... RABÄÄÄÄÄÄÄHHHHH")!
Außerdem könnte das zu absurden Spielsituationen führen: Pagis müssten unter Umständen dem Gegner geopfert werden, nur um sie nicht ultimo spielen zu müssen; ein aufgrund dieser Regel rechtzeitig abgeworfener Uhu könnte es einem Mitspieler ermöglichen, mit einem tatsächlich "hängen gebliebenen" Quappil zu überstechen ... und .. und
Mein Vorschlag also: Dreiervariante, aber STILLE Vögel bei Rufern dürfen gespielt werden (stille Prämien wie Honneurs oder Absolut sind ja auch nicht zu verhindern!).
Alles, was du ansprichst, hat einen legitimen Punkt. Allerdings halte ich die Praxisrelevanz für jeweils sehr gering.

"Ich hatte nie die Möglichkeit, den Vogel vorher loszuwerden" - wann könnte dies wahrheitsgemäß behauptet werden? Genau dann, wenn ein Spieler von Haus aus nur den Vogel auf der Hand hatte, oder sei es: nur mehrere Vögel - in beiden Fällen kommt es schwerlich dazu, dass er sie im entsprechenden Stich spielen MUSS. In 99,9% aller denkbaren Fälle ist das Argument Schwindelei.

Das mit dem Pagat ist schon realitätsnäher, aber bei einem etwaigen, seltenen Auftreten sollten wir eine Einzelfallentscheidung schaffen.

Und die anderen Prämien verbieten wir ja auch aus genau dem Grunde nicht, dass hier ein Vermeiden nicht so einfach geht wie bei den Vögeln. So haben wir theoretisch einen maximalen Verlust eines Spielers von 8 (in der Praxis wohl selten mehr als 5-6), während bei einem Piccolo der Spieler immerhin 9 verliert. Mit den Vögeln kommen wir wohl häufig über diesen Wert.

Ich glaube daher, dass in punkto Praxistauglichkeit diese Regelung ganz gut ist.

Diese Diskussionen zeigen aber gut die Vielschichtigkeit des Problems, weshalb ich in Kürze zu grundsätzlicheren Umfragen komme.
  #14 (permalink)  
Alt 29.10.2009, 01:55
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Zitat:
Zitat von chrifgo Beitrag anzeigen
So haben wir theoretisch einen maximalen Verlust eines Spielers von 8 (in der Praxis wohl selten mehr als 5-6), während bei einem Piccolo der Spieler immerhin 9 verliert.
Stimmt, aber der Verlust beträgt für zwei Spieler je 5-6, also 10-12 Punkte gesamt, währenddessen bei Piccolo die Minussumme nur 9 beträgt.
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  #15 (permalink)  
Alt 29.10.2009, 02:14
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Zitat:
Zitat von chrifgo Beitrag anzeigen
Tja... die Frage ist aber, was genau ist der "Schaden"?
Der Schaden ist der, dass der Geist einfach grottenschlecht spielt. Es kommt sogar vor, dass er im Gegenspiel eines Dreiers unmotiviert den Pagat oder den Mond und bei Solorufern immer unter dem König ausspielt oder zugibt. Muss er eine Farbe mit Tarock stechen, obwohl er z.B. im Abstich sitzt, nimmt er immer den höchsten Tarock. Ich könnte noch viele Beispiele dieses stupiden Spiels aufzählen, aber es geht einfach darum, dass durch diese schlechte Spielweise die Spieler eines Geistertisches total frustriert werden und einem Spieler selbst zu einem fast sicheren Sieg verholfen wird. Und das ist nicht fair! Lieber ein Spieler ist wegen eines Musspiccolos frustriert, wenn er schon ein gutes Blatt hat, als zwei Spieler sind es, die tatenlos diesen Schmach über sich ergehen lassen müssen.

Arno Peter
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postler40
  #16 (permalink)  
Alt 29.10.2009, 18:24
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Zitat:
Zitat von arnopeter Beitrag anzeigen
Stimmt, aber der Verlust beträgt für zwei Spieler je 5-6, also 10-12 Punkte gesamt, währenddessen bei Piccolo die Minussumme nur 9 beträgt.
Zitat:
Zitat von arnopeter Beitrag anzeigen
Der Schaden ist der, dass der Geist einfach grottenschlecht spielt. Es kommt sogar vor, dass er im Gegenspiel eines Dreiers unmotiviert den Pagat oder den Mond und bei Solorufern immer unter dem König ausspielt oder zugibt. Muss er eine Farbe mit Tarock stechen, obwohl er z.B. im Abstich sitzt, nimmt er immer den höchsten Tarock. Ich könnte noch viele Beispiele dieses stupiden Spiels aufzählen, aber es geht einfach darum, dass durch diese schlechte Spielweise die Spieler eines Geistertisches total frustriert werden und einem Spieler selbst zu einem fast sicheren Sieg verholfen wird. Und das ist nicht fair! Lieber ein Spieler ist wegen eines Musspiccolos frustriert, wenn er schon ein gutes Blatt hat, als zwei Spieler sind es, die tatenlos diesen Schmach über sich ergehen lassen müssen.
Diese Art des Schadens ist unbestritten. Das Problem ist aber: Wenn man Regeln einführt zur Minimierung des Schadens, dann muss zuvor genauer geklärt werden, was man minimieren möchte. Den maximalen Schaden pro Spieler? Die maximale Summe aller Schäden?

Die beschriebene Art Frust tritt in erster Linie auf, wenn ein Spieler einen Dreier spielt. Und dass das nicht erlaubt sein soll, darüber sind ja alle Befürworter einer Geistregel einig.

Und beim Rufer können nur dann zwei Spieler verlieren, wenn beide gegen den Geist spielen. Dann profitieren sie aber von dessen schlechtem Spiel. Daher halte ich das nicht für ein großes Problem.
  #17 (permalink)  
Alt 29.10.2009, 21:22
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Zitat:
Zitat von chrifgo Beitrag anzeigen
Den maximalen Schaden pro Spieler? Die maximale Summe aller Schäden?
Ich würde sagen, den maximalen Schaden pro Spieler! Bei einem Piccolo sind das neun Punkte für die Vorhand, wenn sie ihn verliert. Gewinnt sie ihren Piccolo verlieren die anderen Spieler nur drei Punkte.
Bei einem normalen Rufer, den die Vorhand normalerweise nur mit einem Dreierblatt spielt, machen die stillen Prämien in Summe mehr aus und die Wahrscheinlichkeit, dass die Vorhand diesen Rufer verliert, ist sehr gering.

Arno Peter
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postler40
  #18 (permalink)  
Alt 30.10.2009, 00:07
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Zitat:
Zitat von arnopeter Beitrag anzeigen
Ich würde sagen, den maximalen Schaden pro Spieler! Bei einem Piccolo sind das neun Punkte für die Vorhand, wenn sie ihn verliert. Gewinnt sie ihren Piccolo verlieren die anderen Spieler nur drei Punkte.
Bei einem normalen Rufer, den die Vorhand normalerweise nur mit einem Dreierblatt spielt, machen die stillen Prämien in Summe mehr aus und die Wahrscheinlichkeit, dass die Vorhand diesen Rufer verliert, ist sehr gering.
Gut, den maximalen Schaden pro Spieler einzudämmen, spricht aber für den Rufer! Wie schon geschrieben - mit unserem Vogel-Verbot ist der maximale Schaden 8, aber in der Praxis kaum höher als 5-6. Sogar das ist noch recht hoch gegriffen, höher als 4 ist sicher selten.

Und natürlich kann die Vorhand auch mit schwächerem Blatt einen Rufer spielen (Hauptsache, zu gut zum Trischaken), und natürlich kann sie auch verlieren - insbesondere, wenn sie den Geist ruft.
  #19 (permalink)  
Alt 30.10.2009, 00:14
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Ok Ok, wir könnten da noch Tage diskutieren, ohne auf einen grünen Zweig zu kommen. Reden wir weiter, wenn wir uns bei einem Turnier life sehen, denn schreiben dauert sooo lange!

Arno Peter
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postler40
  #20 (permalink)  
Alt 20.11.2009, 18:49
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Beiträge: 12
Standard Die beste Geistregel ist keine Geistregel

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass es mit einer Geistregel (so wie mit jeder anderen Zusatzregel für Turniere, die über die Gametwist-Regeln hinausgeht bzw. diese einschränkt), eigentlich nur Scherereien gibt, während der vermeintliche Zusatznutzen sehr fraglich scheint.
Wo ist das Problem, wenn mit dem Geist ein Spieler am Tisch sitzt, der gerade die Grundregeln kann und sonst nix? Das ist dann halt ein weiterer Zufallsfaktor, mit dem man als Spieler entsprechend umgehen kann und zwar ohne sich darüber zu ärgern. Denn auf Sicht gesehen, ist auch dieses Risiko für alle Spieler gleich verteilt
 

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