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Stossgebet für jeden Tarockierer

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  • Stossgebet für jeden Tarockierer

    Tarock im Himmel,

    geheiligt werde Dein Name.

    Der Gstiss komme.

    Dein Pagat geschehe,

    wie im Himmel so auf Erden.

    Unseren täglichen Valat gib uns heute.

    Und vergib uns unseren Mondfang,

    wie auch wir vergeben unseren Staudenhockern.

    Und führe uns nicht in Versuchung beim SecherDreier,

    sondern erlöse uns von dem Kontra.

    Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Honneurs

    in alle Ewigkeit.



    Grammeln!

  • #2
    Ode auf das Tarock (aus dem jahre 1756!)

    Ein wenig Spielen bleibt erlaubt

    Doch nur zum Zeitvertreib die Geister zu ergötzen.





    Ode auf das Taroc-Spiel.



    Taroc mein einziges Vergnügen,

    Erlaubter Spiele Königin,

    Du kannst Verdruß und Schmerz besiegen,

    Dein Reiz ergötzet Herz und Sinn,

    Du stärkst die Arbeit der Gedanken,

    Du gibst Gesunden so wie Kranken,

    Du gibst dem Manne wie dem Weib,

    Den allerbesten Zeitvertreib.



    Wenn mich in meinem Amt und Stande

    Des Tages Last genug gedrückt,

    So klag ich doch nicht über Bande,

    Wenn Abends mich Taroc erquickt.

    Dienstfertig such ich gerne allen

    Bey Tag zu nützen, zu gefallen:

    Doch kommt der Abend dann herbey,

    So macht Taroc mich sorgenfrey.



    Ich achte nicht den Haß der Feinde:

    Wer hat noch allen recht gethan?

    Behalt ich mir so viele Freunde,

    Daß ich Taroc nur spielen kan;

    So ist mein Herze schon zufrieden,

    Es nimmt, was mir das Glück beschieden,

    Es sey wohl oder weh gethan,

    Mit ganz gelassnen Willen an.



    Wie wird mir Herz und Aug beweget!

    Wenn ich, o freudiges Geschick!

    So bald ich nur den Scar geleget,

    Den Mongue in meiner Hand erblick!

    Setzt der Pagat sich an die Seite,

    So mehrt sich Eifer, Lust und Freude,

    Und kommt der lustge Scüs darzu,

    So sitz ich in vergnügter Ruh.



    Dies aber setz ich mir zur Lehre:

    Gewinnsucht kennt mein Herze nicht.

    Mich reizet und ergötzt die Ehre

    Wenn mein Pagat den letzten sticht.

    Die Lustgier immer einzustreichen

    Ist bey dem Spiel ein wahres Zeichen,

    Daß der, so von Gewinnsucht brennt,

    Die ächte Tugend noch nicht kennt.



    Ich gönne Jedem sein Vergnügen,

    Das nach der Arbeit er sich wählt:

    Taroc muß alles überwiegen,

    Was man zur Lust und Freude zählt.

    Hierinnen find ich neue Kräffte

    Zu meinem morgenden Geschäfte,

    Ein andrer leg sich als ein Block

    Ins weiche Bett: ich spiel Tarock
    Mit freundlichen Grüßen



    Sir Franz III

    Tarockpapst

    Kommentar


    • #3
      Wahnsinn, Leute - mehr davon!

      Kommentar


      • #4
        da hab i auch was gefunden

        domnanovits.at - Tarock
        http://members.chello.at/tarock/tarock_sitten.htm
        Zuletzt geändert von spitzbuaamy; 21.12.2009, 15:28.

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