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Tarock-Rätsel

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  • Nun, muss ich in jedem Rätsel des Threads "Tarock-Rätsel" darauf hinweisen, dass es einen Tarock-Bezug hat? Aber wenn du bei diesem hier eine Lösung ohne Tarockbezug finden solltest, werde ich nicht knausrig bei den Punkten sein.

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    • Lösung:

      Es sind die Werte dieser Karten im Königrufen, dividiert durch die Werte im Schnapsen (mit französischen Karten); also etwa Könige (4 1/3)/4 = 13/12 = 1,08333... Für das Ass ergibt sich (1/3)/11 = 1/33 = 0,30303...

      Die richtige Lösung fand pagat, bel eine kunstvolle Formel, die trotz eines kleinen Denkfehlers das richtige Ergebnis liefert. Das lasse ich gelten. Somit erhalten beide je 60 Punkte.

      598 bel
      464 pagat
      453 HansM
      60 Tanga
      50 planky17
      40 rossos

      Das neue Rätsel ist meines Erachtens schwieriger, daher etwas länger bis Sonntag, den 3. August:

      Gesucht sind zwei historische Persönlichkeiten. Die beiden waren Landsmänner, ungeachtet durchaus verschiedener Schwerpunkte Berufskollegen und ungeachtet eines mittelgroßen Altersunterschiedes auch Zeitgenossen.

      Beide erlebten manch bedeutende historische Episode mit, vor allem eine bestimmte auch beide gemeinsam, wenn auch in verschiedenen Rollen und ohne dabei miteinander zu interagieren - jedenfalls nicht in einer Weise, die in den Geschichtsbüchern stehen würde. Es ist daher unsicher (wenn auch keineswegs undenkbar und auch nicht unwahrscheinlich), dass sie sich überhaupt kannten. Der eine sollte in dieser Episode seinen durchaus zwiespältigen Nachruhm sichern; der andere verdiente sich Sporen für die späteren Großtaten, durch die er in Erinnerung blieb.

      Ob die beiden Tarock spielten, ist mir nicht bekannt (Belege hierfür bringen Sonderpunkte), aber aufgrund der seinerzeitigen Verbreitung des Spieles wäre es möglich.

      Und was haben die beiden nun in einem Tarockrätsel zu suchen?

      Nun, nach einem der beiden wurde ein Tarockspiel benannt. Dem anderen wird auch mitunter nachgesagt, dass eine Variante eines Tarockspiels seinen Namen trug; aber wahrscheinlich stimmt das nicht, und es wurde "nur" eine Ansage nach ihm benannt.

      Wie heißen die beiden Männer?


      Lösungen bitte bis Sonntag, den 3. August, per Privater Nachricht im Forum an mich.

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      • Lösung: Die beiden gesuchten Männer sind

        * Fjodor Rostoptschin (1763-1826), russischer General und Politiker. Berühmt wurde er vor allem durch seinen Befehl von 1812, das von Napoleon besetzte Moskau anzünden zu lassen.

        * Iwan Pask(i)ewitsch (1782-1856), russischer General, in Erinnerung vor allem durch die Niederschlagung des ungarischen Aufstandes gegen Habsburg 1848. Im Krieg gegen Napoleon hatte er sich große Verdienste in vielen Schlachten erworben.

        Nach Rostoptschin ist die Spielprämie Rostopschin benannt, dem Gewinnen zweier aufeinanderfolgender Stiche mit XVII und XVIII, wobei jeweils "Rossdop" und "Schin" anzusagen sind. Friedrich Torberg schildert in der Tante Jolesch, dass der Name auch für ein entsprechend mit Prämien angereicherte Königrufen-Abart verwendet worden sei, aber laut Robert Sedlaczek dürfte er sich damit geirrt haben.

        Paskewitsch gab der Stammvariante des Ungarischen Tarock Paskievics den Namen. Der Grund ist nicht gesichert, liegt aber vielleicht darin, dass man zum Sieg 48 von 94 Punkten braucht und somit Bezug auf den "Sieger von '48" genommen wird.

        Damit zu den Einsendungen:
        Die Verlängerung der Frist brachte wenig. pagat wusste sofort die gedachte Lösung, sonst fand sie niemand. bel sandte eine interessante Nebenlösung ein mit deutschen Politikern ein, unter anderem einen gewissen Heiko Strohmann (wie Strohmann-Tarock), während sich bei anderen wie Hans-Jochen Vogel ein Bezug zu den Prämien herstellen lässt (oder diverse namens "Kaiser" - in Ungarn gibt es auch das "Kaiser-Tarokk"). bels Einschätzung, dass das "alle Bedingungen" erfülle, ist aber allzu optimistisch (man lese einfach die Angabe in voller Länge). Ich werte das als halbrichtig, somit 80 Punkte für pagat und 40 für bel.

        Die neue Tabelle:
        638 bel
        544 pagat
        453 HansM
        60 Tanga
        50 planky17
        40 rossos

        Neues Rätsel:
        Poker wird bekanntlich mit einem normalen Französischen Deck gespielt. Theoretisch könnten aus einem vollen 78er-Tarockdeck mit französischen Farben die entsprechenden 52 Karten entnommen und für Poker verwendet werden.

        Aber in beiden Familien kommen auch verkürzte Decks vor. Und das führt zur Aufgabe:
        Man finde ein verkürztes Tarock-Deck, mit dessen weiter selektierten Karten problemlos "verkürztes" Poker gespielt werden könnte, ohne dass Pokerspieler dafür ungewohnte geistige Verrenkungen durchführen müssten (außer Gewöhnung an das spezifische Kartendesign).


        Lösungen bitte bis Sonntag, den 17. August, per Privater Nachricht im Forum an mich.

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        • Zum laufenden Tarock-Rätsel hat sich herausgestellt, dass die Angabe nicht ganz funktioniert und für Pokerspieler doch jedenfalls "Verrenkungen" erforderlich sind. Ein Abbruch des Rätsels hat aber auch keinen Sinn mehr; kreative, halbwegs funktionierende Ideen bis Sonntag werden nicht unbelohnt bleiben.

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          • Hier das neue Rätsel, Auflösung des alten heute noch - sorry, ich habe ziemlichen Stress im Moment:

            Einige Motive auf unseren heutigen Tarockkarten (Industrie & Glück, Typ 6) stellen bewusst Angehörige von verschiedenen Volksgruppen der Habsburgermonarchie dar. Eine bestimmte davon ist aber gleich auf zwei verschiedenen Tarocken vertreten. Welche ist das?

            Lösungen bitte bis Sonntag, den 31. August, per Privater Nachricht im Forum an mich.

            Kommentar


            • Lösung des letzten Rätsels:

              Zunächst sei ausgeführt, dass auch Poker mit verschiedenen Varianten von verkürzten Decks gespielt wird, bei denen - ganz analog zu Tarock oder den Spielen mit doppeldeutschen Karten - einige Zahlenkarten entfernt werden, und zwar durchaus verschiedene. In solchen Spielen wird der Wert eines Flushs (=alle Karten von derselben Farbe) erhöht, weil weniger wahrscheinlich, und es müssen die Grenzen für "Straßen" festgelegt werden. Es gibt Pokervarianten mit auf 24 Karten verkürzten Decks.

              Bei Tarockvarianten mit verkürzten Decks ergibt sich oft das Problem, dass die roten und die schwarzen Farben verschiedene Zahlkarten haben, was aber für Poker ein essentielles Problem ist, weil man in jeder Farbe die gleichen Zahlen braucht.

              Ich selbst erlag einem Denkfehler und hielt die Tiroler Variante Droggn (mit 66 Karten) für eine Lösung, wenn man die überlappenden Zahlen von Rot und Schwarz (4-7) hernehme. Dabei vergaß ich, dass die schwarzen keine Asse haben, aber die Asse als höchste Karten für einen Pokerspieler selbstverständlich sind.

              Damit zu den Einsendungen:
              * Alscher und bel haben das Taroccho Bolognese eingesandt, bei dem es in allen Farben die Zahlkarten Ass und 6-10 gibt. Damit lässt sich verkürztes Poker spielen; allerdings sind die italienischen Farben, noch dazu bei diesen für Laien sehr unübersichtlichen Karten doch ein großes Hindernis. Abgesehen davon ist die Lösung richtig.
              * pagat hat gemeint, es gebe keine gute Lösung (die obige nicht explizit erwähnend) und einerseits ein historisches, zwischenzeitlich als verkürzt interpretiertes Spiel (aber jetzt eher als unvollständig) eingesandt, andererseits ein modernes 'Pseudo-Tarock' - das lose von Tarock inspirierte Kartenspiel Taotl.

              Dazu fällt mir nichts besseres ein als eine faire Aufteilung der Punkte, also 40 für jeden der drei. Damit haben wir die neue Tabelle:
              638 bel
              504 pagat
              453 HansM
              60 Tanga
              50 planky17
              40 rossos, Alscher

              Kommentar


              • Lösung: Die einzig doppelt vertretene Gruppe sind die Tiroler - einmal auf Tarock V aus dem Nationalitäten-Tarock, zum zweiten auf dem Uhu der Tiroler Tuchhändler aus dem Berufe-Tarock.

                Das fanden bel und Alscher, die je 60 Punkte erhalten. Demnach die neue Tabelle:

                698 bel
                504 pagat
                453 HansM
                100 Alscher
                60 Tanga
                50 planky17
                40 rossos

                Neues Rätsel:

                Der Mathematiker Carl Friedrich Gauß landet nach seinem Tod in der Hölle. Luzifer verspricht ihm die Freiheit, wenn er sein Tarockrätsel lösen kann.

                Luzifer: "Gestern hatte ich eine interessante Partie. Der Gesamtwert der Karten, die im letzten Stich zusammenkamen, war ein ganzzahliges Vielfaches des Kartenwertes im vorletzten Stich."
                Gauß: "Nun, daraus kann ich die Werte noch nicht bestimmen. Dazu muss ich zumindest dieses ganzzahlige Vielfache wissen."
                Luzifer: "Auch dann würdest du die Kartenwerte noch nicht wissen. Aber würdest du die gesamten Kartenwerte in beiden Stichen kennen, dann auch alle einzelnen Kartenwerte. "
                Gauß: "Danke, jetzt kenne ich alle Kartenwerte."

                Welche Werte hatten die acht Karten, und welche die beiden Stiche summiert - und warum?


                Da dieses Rätsel relativ schwer ist: Lösungen bitte bis Sonntag, den 21. September, per Privater Nachricht im Forum an mich.

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                • Klarstellung: Gemeint ist ein echtes Vielfaches, also mit Faktor >1.

                  Ich hatte den Schwierigkeitsgrad des Rätsels überschätzt, die meisten haben bereits eine Lösung eingesandt. Ich gedenke daher, die Frist doch auf die normale Zeit (also kommenden Sonntag) zu verkürzen, so nicht Einsprüche dagegen kommen.

                  Kommentar


                  • Lösung:

                    Am einfachsten ist es, das Pferd von hinten aufzuzäumen und sich zu
                    überlegen, wann man aus dem Wert des Stiches auf die Werte aller
                    involvierten Karten schließen kann. Dies ist dann der Fall, wenn alle
                    Karten den niedrigsten Wert haben (1 1/3 Punkte = jede 1/3), alle den
                    höchsten (17 1/3 = jede 4 1/3), oder aber um jeweils einen Punkt
                    abweichend (2 1/3 = 1 Bube und 3 Blatt, 16 1/3 = eine Dame und drei
                    Fünferzähler).

                    Um die Teilbarkeit zu überprüfen, multipliziert man am besten alle vier
                    Zahlen mit drei, was an den Teilbarkeiten untereinander nichts ändert.
                    Sie sind dann - aufsteigend angeordnet - 4, 7, 49 und 52. Hier erkennt
                    man auf den ersten Blick, dass nur 52 ein ganzzahliges Vielfaches von 4
                    ist (4*13=52) und 49 von 7 (7*7=49).

                    Doch im ersteren Falle würden aus dem Verhältnis (13) auch die Stiche
                    selber offensichtlich sein, im zweiteren (7) nicht - denn das könnten
                    auch Stiche mit 4 und 28 Punkten sein (oder auf korrekte Werte
                    zurückgedrittelt: 1/13 und 9 1/3). Also kommt nur die Lösung 7 und 49 in
                    Frage.

                    Somit waren die beiden Stiche - korrekt zurückgedrittelt - 2 1/3 und 16
                    1/3 Punkte wert, und die involvierten Karten waren drei Blatt, ein Bube,
                    eine Dame und drei Fünferzähler.


                    Rapide gelöst hat das Rätsel diesmal ein Neueinsteiger, nämlich Majersee
                    und schon am nächsten Tag in der Früh! Eine andere richtige Lösung kam von pagat.

                    Korrektur: bels Lösung ist auch richtig, oder sogar allein richtig - ich hatte leider tatsächlich die Angabe ungenau formuliert. Damit ist auch der Ansatz von HansM als halbrichtig zu werten.

                    Damit vergebe ich (nach Korrektur) je 48 Punkte an Majersee, pagat und bel, und 24 an HansM. Die korrigierte, neue Tabelle:

                    746 bel
                    552 pagat
                    477 HansM
                    100 Alscher
                    60 Tanga
                    50 planky17
                    48 Majersee
                    40 rossos

                    Das neue Rätsel (war schon im Newsletter, Frist verlängert):

                    In welcher Tarockvariante werden vom dazugehörigen Standarddeck einige Karten entnommen, aber weder um allgemein das Deck zur allgemeinen Erleichterung des Spiels zu verkürzen, noch um eine Teilbarkeit der verbleibenden Kartenzahl durch eine bestimmte andere Zahl zu erreichen? (Also wirklich aus einem anderen, wenn auch vielleicht verwandten Grund.)

                    Lösungen bitte bis Sonntag, den 5. Oktober per Privater Nachricht im Forum an mich.
                    Zuletzt geändert von KnightMove; 02.10.2014, 08:49.

                    Kommentar


                    • Zitat von KnightMove Beitrag anzeigen
                      bel unterlief in seiner an sich sehr ausführlichen und weithin richtigen
                      Analyse ein interessanter Fehler, weil er nicht die Einzigartigkeit des
                      Faktors (13 bzw. 7) überprüfte, sondern die des wertvolleren Stiches
                      (49 bzw. 52) überprüfte, wobei letzterer auf auf eine andere Art
                      zutandekommen kann (13*4 = 52 bzw. 3 1/3 * 4 = 17 1/3).
                      Sicher dass das ein Fehler ist, und nicht genau die richtige Auslegung des Begriffes "Vielfaches"?


                      Vielfaches

                      Eine ganze Zahl heißt Vielfaches einer Zahl , wenn es eine ganze Zahl gibt, so dass ist. In diesem Fall ist ein Teiler von . Von einem echten Vielfachen wird gesprochen, wenn ist.

                      Nach dieser Definition muss man eben genau das Vielfache, also den wertvolleren Stich vergleichen, oder?
                      Zuletzt geändert von bel; 26.09.2014, 19:36. Grund: typo

                      Kommentar


                      • Ich muss einsehen, dass bel Recht hat und ich das Rätsel irreführend formuliert habe. Interessant, dass die beiden richtigen (also meiner Intention entsprechenden) Lösungen das intuitiv wie geplant interpretiert haben.

                        In diesem Falle bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als auch bel 48 Punkte zu geben (den anderen welche wegnehmen will ich auch nicht mehr). Die Tabelle oben korrigiere ich entsprechend.

                        Noch ein Nachtrag: Damit ist auch HansM's Lösung zumindest halbrichtig, somit 24 Punkte für ihn.
                        Zuletzt geändert von KnightMove; 02.10.2014, 08:48.

                        Kommentar


                        • Lösung des letzten Rätsels (verkürztes Tarockdeck, weder zur leichteren Handhabung, noch um Teilbarkeit der Kartenzahl zu erreichen):

                          Zunächst sei klargestellt, was mit den beiden Ausschlussgründen gemeint war:

                          * Das ursprüngliche Tarock mit 78 Karten für 3 Spieler bedeutete eine sehr hohe Zahl von Karten auf der Hand (25 - drei Karten wurden verlegt). Zur leichteren Handhabung musterten die Spieler im Laufe der Zeit kleiner Farbkarten aus. So entstand unser Standarddeck mit 54 Karten, dessen weitere Reduktion auf 42 Karten, aber auch andere Decks etwa mit 62 und 66 Karten.
                          * In Vierer-Tarockspielen, bei denen der Talon abgeschafft wurde, wurde die Kartenzahl reduziert, um eine Teilbarkeit durch vier zu erreichen (namentlich Zwanzigerrufen und das Ungarische Royal-Tarokk).

                          Welche anderen Gründe gab es? Die gedachte Lösung war:

                          * Im badischen Cego hat der Talon üblicherweise nur eine Karte weniger, als die Spieler auf der Hand halten (10, bei je 11 auf der Hand). Um die Grundregeln auch bei drei Spielern aufrechterhalten zu können, wurden von den 54 Karten drei Skartindeln entfernt (also 51, 3x13 auf der Hand, 12 im Talon). Dies ist mit dem zweiten Grund eng verwandt und doch verschieden (es geht um die Teilbarkeit der Kartenzahl plus 1, aber eben nicht der Kartenzahl selbst).

                          Diese gedachte Lösung fanden pagat und bel, wobei beide viele andere Ideen und Gedanken zu anderen Varianten einbrachten (pagat inklusive der Beiblätter, die nicht zum Spielen gedacht sind). Dank der korrekten Lösung entfällt eine Gewichtung dieser Gedanken: Beide erhalten 60 Punkte.

                          Nachträglich sind mir auch die Grauzonen der Interpretierbarkeit bewusst, die bei diesem Rätsel auftraten. Mein Problem ist die fehlende Möglichkeit eines Beta-Tests der Rätsel - aber mich selber auf die Idee bringend, werde ich versuchen, meine private Runde dafür einzuspannen...

                          Die neue Tabelle:
                          806 bel
                          612 pagat
                          477 HansM
                          100 Alscher
                          60 Tanga
                          50 planky17
                          48 Majersee
                          40 rossos

                          Neues Rätsel:

                          Auf den Tarocken der bei uns üblichen Blätter sind vereinzelt auch Schusswaffen abgebildet. Wieviele sind es insgesamt
                          a) bei Industrie und Glück Typ 5 ("Kaffeehaustarock")
                          b) bei Industrie und Glück Typ 6 (normales Deck)?


                          Lösungen bitte bis Sonntag, den 19. Oktober, per Privater Nachricht im Forum an mich.

                          Kommentar


                          • Lösung: bel hat sehr ausführlich gesucht, am einfachsten zitiere ich seine Einsendung, die auch die Farbkarten einbezieht:

                            Zitat von bel
                            Industrie und Glück Typ 6:

                            XIV: Gewehr beim sitzenden Soldaten
                            V: Gewehr hinter Ecke, Gewehr am Rücken des Jägers
                            Also 3 Gewehre auf den Tarockkarten

                            Pik König und Kreuz Reiter (je 2x): Hier findet sich im Gürtel etwas, das ein Pistolengriff sein müsste: eine Griffform mit einem Steinschloss oder Perkussionsschloss oben und einem Abzug unten. Der Lauf steckt im Gürtel.
                            Pik Reiter: Hat auch etwas mit ähnlicher Griffform im Gürtel, aber man sieht keine Schusswaffentypischen Teile. Es ist also eher ein Dolch oder dergleichen.
                            Die Figuren sind doppelt auf den Karten, macht somit 2 x 2 Pistolen auf den Figuren.



                            Industrie und Glück Typ 5:

                            XIX: 2 Araber mit Gewehren
                            XV: Sitzender Jäger stützt sich auf Gewehr
                            XIV: 1 Pistole mit der in die Luft gefeuert wird
                            X: Zeigt bei genauerer Betrachtung eher einen Dolch, keine Pistole
                            VIII: Osmanischer (?) Soldat stützt sich auf Gewehr
                            V: Mann mit Blumengesteck in der Hand trägt Gewehr am Rücken
                            III: Jäger stützt sich auf ein Gewehr
                            Also 7 Waffen (6 Gewehre und 1 Pistole) auf den Tarockkarten

                            Pik Reiter: unklar, wie bei IuG6
                            Karo Reiter: unklar
                            Pik König: trägt hier eher Messer im Gürtel
                            Kreuz Reiter: Gegenstand im Bauchgurt ist eher keine Pistole, weil Schloß und Abzug fehlen. Vielleicht eine Pfeife?
                            Auf den Figuren von IuG5 gibt es keine eindeutig als solche zu erkennenden Schußwaffen.
                            Leider hat er dabei doch eine übersehen - neben dem Zitherspieler auf Tarock XVII (Typ 6) sieht man einen Gewehrkolben, der fast mit der Umgebung verschwimmt.


                            Der zweite Einsender, Tanga, fand auch dieses Gewehr und damit alle Schusswaffen auf Typ 6, war allerdings der Meinung, dass sich Typ 5 nicht unterscheide. Vermutlich hat er eine Sonderausführung wie Jagd- oder Luxustarock als Kaffeehaustarock und damit Typ 5 eingestuft, aber das ist nicht der Fall - ich empfehle zum Vergleich die Seite von Hans-Joachim Alscher: Typ 5 und Typ 6.

                            Damit hat Tanga eindeutig eine halbrichtige Lösung, bel zweifelsohne mehr, aber mangels vollständig richtiger Einsendung sind auch nicht 120 Punkte zu vergeben - ich gebe bel 50 Punkte, Tanga 30. Damit ist die neue Tabelle:
                            856 bel
                            612 pagat
                            477 HansM
                            100 Alscher
                            90 Tanga
                            50 planky17
                            48 Majersee
                            40 rossos

                            Neues Rätsel:

                            Im Königrufen kann ein Pagatrufer bekanntlich die für ihn bessere von zwei Talonhälften wählen. Im Neunzehnerrufen dagegen erhält er verdeckt die obersten vier Karten des Talons.

                            Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Pagatrufer mit sieben Tarock auf der Hand aus dem Talon
                            a) im Königrufen mehr Tarock erhält als im Neunzehnerrufen,
                            b) umgekehrt im Neunzehnerrufen mehr als im Königrufen,
                            wenn wir vereinfacht annehmen, dass er im Königrufen im Zweifelsfall immer die Hälfte mit mehr Tarock darin wählt?


                            Lösungen bitte bis Sonntag, den 2. November, im Forum per PN an mich.
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                            • Lösung:

                              * In 21,6 % der Fälle kann ein Pagatrufer mit 6 Tarock mehr Tarock aus dem Talon nehmen, als er im Neunzehnerrufen erhalten würde (in 3,6 % der Fälle sind es zwei Tarock mehr, in 18,0 % eines mehr).
                              * Im Gegenzug erhält ein Neunzehnerrufer in 15,7 % der Fälle ein Tarock mehr, als ein Königrufer erhalten könnte.
                              In 62,7 % der Fälle ist die Zahl gleich.

                              Richtig gelöst haben das bel und pagat, die beide 60 Punkte erhalten. HansM lag leider diesmal falsch und erhält 10 Punkte für das Mitspielen.

                              Damit ist die neue Tabelle:
                              916 bel
                              672 pagat
                              487 HansM
                              100 Alscher
                              90 Tanga
                              50 planky17
                              48 Majersee
                              40 rossos

                              Es gibt wieder ein Wahrscheinlichkeitsrätsel, diesmal aber durchaus mit Praxisrelevanz:

                              Eine alte Faustregel sagt, dass beim Zählen nur die 15 teuersten Karten (Trull, Könige, Damen und Cavalle) gezählt werden müssen - die Seite mit mehr dieser Karten in den Stichen hat auch die Punktemehrheit.

                              Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Regel stimmt, wenn man vereinfacht von folgenden Annahmen ausgeht:
                              * Eine Seite hat 8 von diesen Karten in den Stichen (also die andere 7).
                              * Beide Seiten haben insgesamt je genau die Hälfte der Karten.
                              * Abgesehen davon werden alle Karten zufällig zugeteilt.


                              Lösungen bitte bis Sonntag, den 16. November, per Privater Nachricht im Forum an mich.
                              Zuletzt geändert von KnightMove; 20.11.2014, 16:04.

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                              • Eine wilde und eine harmlose Geschichte

                                Ich war erstaunt und neugierig, als ich las, dass meine Lösung des letzten Tarockrätsels falsch ist.
                                Nach genauer Durchsicht meiner Lösung konnte ich keinen Fehler entdecken und bat KnightMove um Hilfe. Er machte mir klar, warum sie (KnightMove, bel und pagat) zu einer anderen Lösung als ich gekommen waren. Sie haben folgende (etwas ausgeschmückte) Aufgabe gelöst:

                                Eine Männertarockrunde spielt Königrufen. Nord, der den ganzen Abend kein Blatt bekommen hat, sieht 7 Tarock in seiner Karte und sagt einen Pagatrufer an. Nach 3 x „Gut“ greift er zum Talon und kalkuliert die Chancen 0, 1, 2 oder 3 Tarock zu heben. Da schlägt der Blitz ins Haus ein und seine Spielkameraden sinken tot nieder. Durch den Lärm aufgeschreckt, stürmen die Frauen der Spielkameraden ins Zimmer und zeigen eine eigenartige Reaktion: Sie legen ihre Männer auf den Boden, setzen sich selbst an den Spieltisch und fordern Nord auf mit ihnen 19er-Rufen weiterzuspielen. Nord: “Ihr könnt doch angesichts dieses tragischen Unfalls nicht einfach weiterspielen und überhaupt habe ich gerade einen astreinen Pagatrufer auf der Hand.“
                                „Na gut“, meinen die Damen „spiel deinen Pagatrufer nach 19er-Rufer-Regeln!“ Und wieder greift Nord zum Talon und kalkuliert die Wahrscheinlichkeiten mehr, gleich viel oder weniger Tarock als vorher aus dem Talon zu heben.

                                Ich hingegen habe folgende (etwas ausgeschmückte) Aufgabe gelöst:
                                Als Nord mit dem Auto zum nächsten Kartenspieltermin unterwegs ist, hat er folgenden Gedankengang: Gestern spielte ich in der Männerrunde (=Königrufen) einen Pagatrufer mit 7 Tarock und kalkulierte vor Talon die Chancen 0, 1, 2 oder 3 Tarock zu heben. Wenn ich heute mit der Damenrunde (=19er-Rufen) ebenfalls einen Pagatrufer mit 7 Tarock haben werde, mit welcher Wahrscheinlichkeit werde ich dann mehr, gleich viel oder weniger Tarock aus dem Talon heben.

                                Der Unterschied der beiden Varianten besteht also darin, dass in der „wilden“ Geschichte mit demselben Talon, in der „harmlosen“ Geschichte mit verschiedenen Talonkarten gespielt wird.

                                Und dies erzeugt auch rechnerisch andere Ergebnisse:
                                Es kann z.B. der Fall 0 Tarock beim Königrufen und 1 Tarock beim 19er-Rufen in der wilden Geschichte nicht vorkommen. In der harmlosen Geschichte aber sehr wohl. Dies ändert die zu berechnenden Wahrscheinlichkeiten.

                                Und wenn man vom Praxisbezug des Tarockrätsels ausgeht, muss man sagen, dass es solche Frauen wie in der wilden Geschichte doch nicht wirklich gibt!

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