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  • Abheben

    Angeregt durch die Beiträge von arnopeter und Siralex in diesem Thread nun auch als eigenes Thema:



    Das Abheben dient zum zusätzlichen Mischen und als Absicherung, dass der Geber nicht schummelt. Es stellen sich dazu zwei Fragen:



    1. Die wichtigere: Darf der Abheber nur einmal abheben, oder auch mehrmals ("schneiden), und auch selber mischen?



    2. Die weniger wichtige: Wer soll idealerweise abheben? Der Linkssitzende (wie in Oberösterreich) oder das Gegenüber (wie in Wien)?



    Ich selber bin dafür, weitgehende Freiheit zum Nachmischen zu geben, und stets den Linkssitzenden abheben zu lassen. Insbesondere bei längeren Tischen ist das von Vorteil - und hat ja auch keinerlei Nachteile.

  • #2
    zu 1): ja weitgehende Freiheit zum Nachmischen !!!!

    zu 2): keine Präferenz...

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    • #3
      Ich wäre für folgende Formulierung:



      Beim Mischen muss eine möglichst zufällige Verteilung der Karten angestrebt werden.

      Der Abheber kann mehrmals abheben, selbst nochmals durchmischen, die Karten schneiden, oder verlangen, dass nachgemischt wird. Der Abheber muss am Ende des "Mischvorganges" zumindest einmal abheben!

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      • #4
        Dumme Fragen:



        1. Was genau ist schneiden?



        2. Was bringt die Pflicht, dass der Abheber nach etwaigem Nachmischen einmal abheben muss?

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        • #5
          1) Schneiden heisst für mich:



          wenn ich das vor mir liegende Kartenpaket, mit der rechten und linken Hand in Blöcken auseinanderziehe und sie die Blöcke in anderer Reihenfolge wieder aufeinanderlege bzw. zusammenschichte, oder

          wenn ich die Karten mit der rechten und linken Hand auseinanderziehe und dann fächerartig wieder zusammenschiebe.



          2) Der Abheber soll immer zum Schluss einmal Abheben. Auch wenn er vom Mischer ein Nachmischen verlangt, muss ihm dieser das Paket wieder zum Abheben hinlegen.

          Sollte der Abheber selbst "nachmischen", dann soll er auch zum Schluss einmal "normal" abheben.

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          • #6
            Schneiden

            Für Turniere okay, aber macht ihr das (Schneiden etc.) auch in privaten Runden???

            Ich würde sofort zu spielen aufhören, wenn das in unserer privaten Runde jemand 2x machen würde. Bei uns wird schon geschimpft, wenn jemand länger als ca. 4 Sekunden mischt.

            Meiner Meinung nach gibt es in einer privaten Runde nichts schlimmeres als das Anstreben einer möglichst zufälligen Verteilung der Karten. Es gibt nichts langweiligeres als ständig 4 Farben plus 3-5 Tarock zu haben.



            Bei Turnieren ist die ganze Sache natürlich anders gelagert. Hier muss man mit genügend Mischen ev. Betrügereien Einhalt gebieten.

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            • #7
              Re: Schneiden

              Zitat von Gschtis
              Meiner Meinung nach gibt es in einer privaten Runde nichts schlimmeres als das Anstreben einer möglichst zufälligen Verteilung der Karten. Es gibt nichts langweiligeres als ständig 4 Farben plus 3-5 Tarock zu haben.


              Zufällige Verteilung heißt keineswegs immer eine gleichmäßige Verteilung - genauso, wie beim Roulette auch 15mal Rot hintereinander kommen kann. Da kommen schon genug interessante und sauteure Spiele zusammen.

              Kommentar


              • #8
                Nachmischen

                ist ein Affront für den Mischer = Unterstellung dass er schummelt.



                Abheben: zu viert gegenüber, zu fünft der vor dem Geber sitzt

                Kommentar


                • #9
                  Natürlich, aber es gibt einige, die versuchen zu schummeln, oder faul mischen mit dem superdämlichen Argument "sonst kommt nix zsammen"



                  ...im Wiener Tarockcup hättest zu jetzt schon das Recht ein Nachmischen zu verlangen, aber das ist erst recht ein Affront, deswegen ziehe ich es vor als Abheber entsprechend "nachzumischen" oder mehrschichtig zu schneiden/abheben !



                  Wir werden im "Tarock-Kodex" eine recht liberale Misch- bzw. Abhebe-Regelung festlegen...

                  Kommentar


                  • #10
                    Bei uns gilt:

                    ad 1.
                    Mehrmals abheben (heißt schneiden, aber warum?) ist möglich.
                    (Wird aber selten gemacht, meist dann, wenn man glaubt, eine Pechsträhne unterbrechen zu können, dann wird auch einmal geklopft. Was man halt so alles glaubt.)
                    Geber hat grundsätzlich das Recht, nach dem Abheben nachzumischen. (Kommt auch kaum vor.)
                    ad 2.
                    Traditionellerweise (schon weil es Tarock ist und nicht ein anderes Kartenspiel) das Gegenüber.

                    Kommentar


                    • #11
                      1)
                      Das der Abhebende ein Nachmischen verlangt habe ich noch nie gehört.
                      Wenn das Paket zu wenig gemischt erscheint kann man ja ungefähr in der Mitte abheben, und beiden Hälften so wieder zusammensetzen: Different Ways to Shuffle Cards : The Riffle Shuffle for Playing Card Shuffling - YouTube
                      Das sieht gut aus - und schon deshalb beleidigt es den Geber nicht. Das muss man allerdings üben.

                      2)
                      wie schon reselfrank sagte
                      Zitat von reselfrank Beitrag anzeigen
                      Traditionellerweise (schon weil es Tarock ist und nicht ein anderes Kartenspiel) das Gegenüber.

                      Kommentar


                      • #12
                        Zitat von reselfrank Beitrag anzeigen
                        ad 2.
                        Traditionellerweise (schon weil es Tarock ist und nicht ein anderes Kartenspiel) das Gegenüber.
                        Tarock war ursprünglich (und über Jahrhunderte vorherrschend) für drei Spieler, und da gab es kein Gegenüber.

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                        • #13
                          Zitat von KnightMove Beitrag anzeigen
                          Tarock war ursprünglich (und über Jahrhunderte vorherrschend) für drei Spieler, und da gab es kein Gegenüber.
                          Ich habe das einmal nachgelesen - sowohl das Abheben durch den Gegenüber als auch das Abheben Links hat mehr als 150 Jahre Tradition.

                          So schreibt z.B. das Buch von 1855 mit dem länglichen Titel
                          Nie ohne Pagat Ultimo! Neue Winke und Vortheile beim Tarokspiel und dem so beliebten Königrufen. Nebst einer Anleitung zum Lhombre und Boston.
                          Von Christian Vanderheid. Wien, 1855 Verlag von Albert A. Wenedikt.
                          Vor dem Kartengeben werden die Karten gehörig gemischt und dann bei Dreien dem Nebenmann zur Linken, bei Vieren seinem vis-à-vis zum Abheben gegeben; wurde nicht gut abgehoben, so daß die Karten dadurch aus ihrer Lage kommen oder ist allenfalls vom Kartengeber oder vom Abhebenden das letzte Blatt angesehen worden, so muß aufs Neue gemischt und nochmals abgehoben werden.

                          Keiner Unterscheidung nach Spielerzahl macht das Buch von 1827 mit dem nicht minder länglichen Titel
                          Theoretisch-praktische Anweisung zur gründlichen Erlernung des beliebten Tarok-Tappen-Spiels / hrsg. von einem genauen Kenner. - 2., viel verb. und mit einem Anhange über das neue "Königrufen"
                          .. der Besitzer des Tarots gibt alle Mahl die ersten Karten, nachdem er diese gehörig gemischt und zur Linken hat abheben lassen

                          Wenn also jemand behauptet, der Großvater seines Großvaters hätte das schon so gemacht, dann kann das durchaus in beiden Fällen stimmen.

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                          • #14
                            Zitat von bel Beitrag anzeigen
                            Ich habe das einmal nachgelesen - sowohl das Abheben durch den Gegenüber als auch das Abheben Links hat mehr als 150 Jahre Tradition.
                            Vor dem Kartengeben werden die Karten gehörig gemischt und dann bei Dreien dem Nebenmann zur Linken, bei Vieren seinem vis-à-vis zum Abheben gegeben; wurde nicht gut abgehoben, so daß die Karten dadurch aus ihrer Lage kommen oder ist allenfalls vom Kartengeber oder vom Abhebenden das letzte Blatt angesehen worden, so muß aufs Neue gemischt und nochmals abgehoben werden.
                            [/INDENT]
                            .. der Besitzer des Tarots gibt alle Mahl die ersten Karten, nachdem er diese gehörig gemischt und zur Linken hat abheben lassen [/INDENT]

                            Wenn also jemand behauptet, der Großvater seines Großvaters hätte das schon so gemacht, dann kann das durchaus in beiden Fällen stimmen.
                            Ja, man lernt nie aus. Danke für die Information. Wirklich interessant!

                            Abheben durch Gegenüber will ich dann halt als die Tradition pflegen, die uns beim Spiel zu viert neben der Spielrichtung von anderen Kartenspielen unterscheidet, und die, die die "Linken" abheben lassen, sollen auch leben!

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