Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Überbotenes Fehllizit

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Überbotenes Fehllizit

    So weit ich erkennen kann, ist das die letzte Lücke in unseren Regeln: Was passiert, wenn jemand ein illegales Lizit ausführt und von jemand anderem überboten wird? Dazu ist zu sagen: Ein falsches Lizit ist entweder ein Besserrufer ohne Vogel oder ein Farbendreier mit zu vielen Tarock, alles andere ist erlaubt. Vorschlag:



    "Wird ein unerlaubtes Lizit durch ein anderes Spiel überboten, so kann dessen Spieler nach Erkennen des Fehllizits selber entscheiden, ob sein Spiel gewertet wird oder nicht. Das unerlaubte Lizit wird in jedem Fall bezahlt."
    0
    Nein (siehe Beitrag)
    0%
    0
    Ja
    0%
    0

  • #2
    Bin einverstanden!!
    P.S.: Schau doch mal auf www.martinvacha.com vorbei! Du findest viele Tarock-Infos, u.a. zur Penzinger & Hietzinger Tarockrunde und zu den Kursen an der Volkshochschule Hietzing (Wiener Tarock Akademie).

    Kommentar


    • #3
      kann mich nur anschließen.
      2 freunde suchen partner zum königrufen

      Kommentar


      • #4
        ich glaube, dass man zum Zeitpunkt des Erkennes, meist schon weiss wie das Spiel ausgeht, d.h. die Entscheidung ob man weiterspielt ist relativ leicht.

        Das würde dann bedeuten, dass man zweimal zahlen muss, ohne dass man spielt und das ist doch etwas streng.



        D.h. ich wäre dafür, dass auf alle Fälle gespielt wird.

        Ob man jetzt für das falsche Lizit im Nachhinein zahlen soll ist eine weitere Frage.

        Ich bin für Nein, da man eigentlich durch falsches Lizit nie einen Vorteil hat. Falls man das lizitierte Spiel spielen muss, muss man ja Renonce zahlen, falls jemand ein höheres Spiel spielt, ist es ein anderes Spiel.



        Die Bemerkung, dass dies die letzte Lücke sein, halte ich für optimistisch, ich halte "perfekte Regeln" für unmöglich !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

        Kommentar


        • #5
          Zitat von morf
          Ich bin für Nein, da man eigentlich durch falsches Lizit nie einen Vorteil hat. Falls man das lizitierte Spiel spielen muss, muss man ja Renonce zahlen, falls jemand ein höheres Spiel spielt, ist es ein anderes Spiel.



          Die Bemerkung, dass dies die letzte Lücke sein, halte ich für optimistisch, ich halte "perfekte Regeln" für unmöglich !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


          Es geht aber darum, dass der Renoncelizitierer den anderen Spieler hochgetrieben hat auf ein riskanteres Spiel, und das sollte bestraft werden.



          Und warum sollen lückenlose Regeln unmöglich sein? Es kann nicht unendlich viele Lücken geben. So noch welche gefunden werden, werde ich sie schließen.

          Kommentar


          • #6
            Zitat von KnightMove
            Es geht aber darum, dass der Renoncelizitierer den anderen Spieler hochgetrieben hat auf ein riskanteres Spiel, und das sollte bestraft werden.
            Aber dieses hochtreiben kann eigentlich keine Absicht sein, da man ja nie weiss, ob jemand ein höheres Spiel spielt.

            Jeder muss wissen, ob er ein Spiel spielen will/kann oder nicht. Und durch die Ansage erhält er keine zusätzliche Information, die sein Spiel erleichtern würden, d.h. er hat keinen Nachteil, dass die Ansage falsch gewesen ist.

            Und dass ihm das Spiel dann quasi geschenkt wird, finde ich halt nicht richtig.



            Zitat von KnightMove
            Und warum sollen lückenlose Regeln unmöglich sein? Es kann nicht unendlich viele Lücken geben. So noch welche gefunden werden, werde ich sie schließen.
            Gerade beim Falschspielen tauchen immer wieder neue Situationen auf, dass man hier wirklich alles abdeckt, halte ich für schwierig.



            Ausserdem sollte ja Tarock ein lebendiges Spiel sein und man sollte sich Regelverbesserungen (Zwiccolo..) nie verschliessen.

            Kommentar


            • #7
              schließe mich der meinung von knight move an---> also: JA
              2 freunde suchen partner zum königrufen

              Kommentar


              • #8
                Eigentlich kann es kein überbotenes Fehllizit geben ...

                Eigentlich kann es kein überbotenes Fehllizit geben, wenn nur die Beschränkungen nur NACH Talon gelten (nur unter dieser Voraussetzung gelten meine weiteren Überlegungen).

                Also:
                Spielt man die Tarockbegrenzung beim Farbendreier NACH Talon, so hat der Spieler ja immer noch die Möglichkeit Tarocks abzulegen. Weiters kann ein Spieler der keinen Vogel hat immer noch einen Besserrufer ansagen, in der Hoffnung einer der Vögel liegt im Talon - nicht dass dies sonderlich vernünftig wäre, aber es ist erlaubt (zumindest bei uns). Wenn 6 Tarocks mit beim Farbendreier erlaubt sind kann ein Spieler mit 9 Tarocks ihn auch ansagen und darauf hoffen zumindest eine Talonhälfte tarockfrei ist und auch noch brauchbare Farbkarten enthält - auch nicht sehr weise, aber ebenfalls erlaubt.

                Um Renounce zu verlangen muss der Fehler dem Spieler natürlich nachgewiesen werden (oder der Spieler gibt ihn selbst zu). Um das zu tun muss man die Hand des Spielers und den Talon kennen.

                In dem Fall eines höheren Lizits wird zunächst aber ein anderes Spiel gespielt, womit es schon einmal rein praktisch schwierig ist: die (vollständige) Hand des Spielers und der vollständige Talon sind normalerweise erst relativ am Ende dieses Spiels bekannt.
                Dann ist es aber eigentlich zu spät für Renounce eines ganz anderen Spieles - da steht dann normalerweise schon fest ob das gespielte Spiel gewonnen oder verloren ist. Jetzt dem Spieler des gespielten Spiels freizustellen ob er es werten will oder nicht halte ich nicht für sinnvoll - schließlich hat er es letztlich freiwillig angesagt.

                Weiters müsste mitgeschrieben werden, welcher Spieler (der einen Besserrufer oder Farbendreier angesagt hätte) welche Karten gespielt hat, um Hand und Talon rekonstruieren zu können und damit das Fehllizit zu beweisen. Und das eigentlich immer.


                Ganz generell würde ich das Ansagen eines Besserrufer ohne Vogel in der Hand, bzw. eines Farbdreiers mit 7-9 Tarock als legitimes Risiko sehen - wenn das dann nicht funktioniert ist es eben Künstlerpech und nicht viel anders als auf andere Karten im Talon zu spekulieren. Andere "Talon-Spekulanten" werden auch nicht mit Renounce bestraft wenn sich ihr Spiel nicht ausgehen könnte.

                Bleibt noch der Farbdreier mit 10-12 Tarock. Dabei stellt sich dann die Frage: "Warum sollte jemand mit solchen Karten einen Farbdreier ansagen wollen?".
                Um die Lizitation hoch zu schrauben? Was kann ich durch Ansagen eines Farbendreiers, dass ich nicht auch durch Ansagen eines Dreiers könnte? Von der Rangfolge könnte ich einen Bettler Spieler auf einen Dreier treiben …

                Nein, meiner Meinung gibt es keine sinnvolle Situation mit >=10 Tarock in der Hand, in der ich einen Farbendreier ansagen sollte. Schließlich muss ich auch immer damit Rechnen, das Spiel tatsächlich antreten, bzw. dann bezahlen zu müssen (sprich: niemand überbietet mich).


                So gesehen (bei dieser zweiten Überlegung - keine Ahnung ob ich ursprünglich ja oder nein gesagt habe) muss ich mich jetzt klar GEGEN eine Bestrafung eines überbotenen Fehllizits aussprechen.

                Wenn man glaubt, ein Spieler würde absichtlich ein Spiel ansagen dass er nicht spielen kann, dann würde ich ihn einfach lassen und nicht überbieten – sind in diesem Fall einfach verdiente Punkte.

                Kommentar

                Lädt...
                X