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Preferanzen

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    Tarockspieler sind ja allgemein dafür bekannt dass sie auch andere Kartenspiele beherrschen!

    Aber wer von euch spielt auch Preferanzen und welche besonderen Regeln gibt es da??

    Ich selber spiele auch öfters, wenn man nur zu dritt ist z.B.

    MfG David

  • #2
    tutanchamun_1

    ich spiele preferanzen auch sowie könig rufen und 20ga rufen!
    mfg josef

    Kommentar


    • #3
      Servus David!

      Aber wer von euch spielt auch Preferanzen und welche besonderen Regeln gibt es da??
      Da es mir zu aufwendig war alle Regeln aufzuschreiben, hab ich eine fertige Anleitung so abgeändert, wie wir in unserer Gegend spielen.

      Drei Spieler und ein 32er Blatt werden für dieses Spiel benötigt.

      Die Farben rangieren in der Reihenfolge:
      • Treff (♣, Eins)
      • Pique (♠, Zwei)
      • Karo (♦, Drei)
      • Herz (♥, Vier) ist die höchste und damit die bevorzugte (fr. préférée) Farbe, davon leitet sich der Name des Spieles ab.

      Die Kartenreihenfolge von unten nach oben: Sieben, Acht, Neun, Zehn, Bube, Dame, König, As.( 7–8–9–10–B–D–K–A.)

      Der Geber
      wird durch Kartenziehen bestimmt, der Spieler mit der höchsten Karte wird erster Geber.
      Eine Besonderheit des Préférence-Spieles ist, dass bei der Frage, welche Karte die höhere ist, zuerst nach der Farbe und erst dann nach dem Rang entschieden wird; d. h. eine 7 gilt höher als etwa A.

      Geben
      Alle Spieler zahlen am Anfang und immer wenn die Kasse leer ist 10 Cent in den Topf (eine Tasse in der Mitte des Tisches)
      und der Geber mischt, lässt abheben und verteilt die Karten wie folgt:
      Erst 5 Karten, dann zwei verdeckt auf den Tisch (Talon), dann nochmals 5.
      Jeder Spieler hat also zehn Karten und kann maximal zehn Stiche machen.
      Nach dem Geben prüft jeder Spieler sein Blatt und entscheidet, ob er “spielen“ will –
      dann muss er mindestens sechs der möglichen zehn Stiche machen –
      oder ob er nur “mitgehen“ soll – dann muss er mindestens zwei Stiche gewinnen.

      Lizitieren:
      Vorhand passt oder beginnt das Gebot, das so genannte Lizit mit einer Ansage
      "Eins" entspricht Kreuz, ist also das niedrigste Spiel.
      Um ihn zu überbieten, muss der nächste wenigsten "Zwei" bieten.
      Dann kann er aber nicht mehr Kreuz spielen, sondern muss Pik oder eine höhere Farbe spielen.
      Wer "Drei" bietet, muss Karo oder eine höhere Farbe spielen. usw.

      Wer am höchsten gereizt hat, erhält das Spiel und wird Alleinspieler (Spielhalter).
      Der Alleinspieler muss nun ein Spiel in der angesagten oder einer höheren Farbe spielen.
      Er nimmt die beiden Talonkarten auf, legt dafür zwei andere Karten ab und bestimmt dann die Trumpffarbe.

      Die Mitspieler:
      Diese können nun jeder für sich wählen, ob sie "mitgehen" oder "zu Hause bleiben".
      Wenn man glaubt, dass man 2 Stiche macht oder wenn man glaubt das Spiel herumreißen zu können, also zu verhindern, dass der Spieler sechs Stiche bekommt, geht man mit.
      Andernfalls bleibt man daheim und legt sein Blatt verdeckt auf den Tisch.
      Wenn beide Spieler daheim bleiben, hat der Spieler bereits gewonnen und kann sich aus der Kasse bedienen.
      Wenn nur einer von den beiden mitgeht kann dieser den zweiten “einladen“ (zusammen müssen sie 4 Stiche machen)


      Meldet sich niemand zum Spiel:
      Wird ein Trischaker gespielt.
      Bei einem Trischaker versucht jeder Spieler so wenig Stiche wie möglich zu machen, denn wer die meisten Stiche macht hat den Trischaker verloren und zahlt 10 Cent in die Kasse. Gibt es 2 Spitzenreiter zahlen beide 10 Cent.(z.B.4, 4 und 2)

      Spielen:
      Gehen beide oder auch nur ein Spieler mit, so beginnt der Alleinspieler mit dem Ausspiel zum ersten Stich.
      Es herrscht Farb- und Stichzwang, d.h. hat ein Spieler zu einem Stich ausgespielt, so muss der Gegner
      • mit einer höheren Karte derselben Farbe stechen. Kann er das nicht, so muss er
      • eine niedrigere Karte derselben Farbe zugeben. Ist das nicht möglich, so muss er
      • mit einer Trumpfkarte stechen, und falls auch das nicht geschehen kann,
      • eine beliebige andere Karte abwerfen.

      Bleibt ein Spieler zu Hause, muss er seine Karten auf dem Tisch unangetastet liegen lassen.
      Die beiden Spieler wissen also nicht, welche Karten im Spiel sind.

      Gewinnt der Spieler sein Spiel bekommt er 10 Cent aus der Kasse, davon muss er aber die Stiche seiner Mitspieler bezahlen.
      Für jeden Stich bekommen sie einen Cent.
      Hat der Spieler also z. B. acht Stiche und sein Gegner zwei, so bekommt er acht Cent und der Mitspieler zwei.
      Der Daheimgebliebene geht leer aus.
      Hat der Spieler allerdings seine sechs Stiche nicht erreicht, bekommt er nichts und muss 10 Cent Strafe in den Topf zahlen und die Stiche seiner Mitspieler ausbezahlen.
      Hat der Spieler also z. B. nur 4 Stiche und seine Gegner sechs, so muss er 10 Cent in den Topf und 6 Cent an seine Mitspieler bezahlen.
      Auch wenn ein Mitspieler seine zwei Stiche nicht erreicht hat, muss er 10 Cent Strafe in den Topf zahlen.

      Weitere Lizite:
      5 = Bettler <-> keinen Stich
      6 = Plauderer <-> keinen Stich und nach dem Ausspiel wird offen weitergespielt (wie Bettler Ouvert beim Tarockieren)
      7 = Mord <-> Der Spieler muss alle, also 10 Stiche (ohne Trumpf) machen
      Bei diesen 3 Spielen müssen alle mitgehen!
      Für einen Bettler bekommt der Spieler von jedem Mitspieler 10 Cent
      Für einen Plauderer je 20 Cent
      Für einen Mord je 30 Cent


      Es darf auch aus der Hand gespielt werden:


      In diesem Fall wird "Ein Geschäft“ gemeldet, die Talonkarten bleiben liegen.
      Melden mehrere Spieler „Ein Geschäft“, so entscheidet die Rangfolge der Farben.
      Ein Spieler, der schon lizitiert hat, darf jedoch später kein Handspiel mehr ansagen.

      Rangordnung der Spiele:

      "Eins"
      "Zwei"
      "Drei"
      "Vier"
      Geschäft 1(Kreuz)
      Geschäft 2(Pik)
      Geschäft 3(Karo)
      Geschäft 4(Herz mit Prämie)
      5 Bettler
      6 Plauderer
      7 Mord


      Viel Spaß beim Spielen !!!!!

      LG
      Cera

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      • #4
        Viel Vergnügen beim Preferancen. Es war unser Spiel schon auf der Heimfahrt von der Schule im Zug (bei der Hinfahrt wurden Aufgaben gemacht) und auch im Studentenheim, bevor wir mit Tarock begannen. Bei Besuchen bei den oststeirischen Verwandten meiner Frau liegen auch immer bald die Preferancekarten auf dem Tisch.

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