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Alt 20.08.2010, 15:29
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Trischaker
 
Registriert seit: 23.11.2009
Beiträge: 5
Standard kontra erlaubt!

Hallo Tarockpartner!
Es ist mir ein Anliegen, Euch zu überzeugen, dass das kontrieren bei den Turnieren wieder zugelassen wird.

Begründung:
Unterbindung von schwachen, oder unnötigem lizitieren.
Leider kommt es immer öfter vor das gute Spiele zerstört werden durch eine höhere Spielansage, die aber keine ist.
Das Ergebnis, wie auf einen Pagat-Rufer einen Dreier zu spielen mit einem x-mal selbst erlebten Punkteergebnis von 9-max. 21 Punkten, spottet weiterer Beschreibung.

Das Übel hat seinen Ursprung, dass viele Spieler einen speziellen Pagatrufer spielen, mit 5 oder vielleicht sogar 6 Tarock plus Ansager. Unabhängig vom Talon, führt das Spiel häufig zu einem +1 zu -1 Ergebnis.
Warum? Spiel meistens gewonnen, Pagat verloren, (+2Pkte. u -2Pkte.) mit gutem Partner König ulti (still) +1.
Solorufer oder eventuelle wirkliche Uhu-Rufer gehen dabei verloren.
Kein vernünftiger Spieler wird auf Pagat-Rufer einen Uhurufer spielen, da es technisch Gesehen ein Unsinn ist.
Wäre der Spieler stark genug zum überbieten, spielt Er, alleine.
Ich glaube auch nicht, dass viele Spieler über derartige Situationen erfreut sind, da ausser Verwirrung im Spiel der Sinn des Tarocks klar verfehlt wird und gute Spiele verloren gehen.

Piccolo. Ich trau mir zu sagen, dass einige Mitspieler nur dieses Spiel ansagen um einen Sechserdreier zu unterbinden. Naja, auch richtig - vielleicht?! Wenn dem so ist, muss zumindest erlaubt sein diesen zu kontrieren.
ob -9Pkt. oder -18Pkte. ist sicherlich überlegenswert.
Hier liegt aber eine anderes Übel zu Grunde.
In Oberösterreich wird die Vorhand zuerst angesagt und dann der Rest der Mitspieler, so hab ich Tarock zumindest mal gelernt. Also, d.h. hat der Spieler Mumm oder nicht?

Auf alle Fälle sollte hier aber das kontrieren eines "6er" unterbunden werden. Weil zuerst nix spielen und hinten nach kontra, ist sicherlich kein Markenzeichen eines guten Spielers, meines Erachtens.

Auch sollte in Erinnerung gerufen werden, dass ein Gewonnener Sechserdreier 18 Punkte bringt, verloren aber 36 Punkte kostet.
Nur als Anregung gedacht, für die "Piccolo-Spezialisten".

Piccolo Ouvert.
Leider zu oft gesehen mit 3 oder mehr Stiche, nur um andere Spiele nicht zuzulassen. Was soll ich da grossartiges erzählen? Ganz einfach: -33 oder -66 Punkte.

Ich denke, die meisten spielen Tarock-Turniere in erster Linie aus Freude am Spiel Tarock und natürlich aber auch um sich mit anderen Spielern zu messen.

Dennoch sollte Tarock spielen, Tarock bleiben und nicht zu "Fuchs und Henne" degradiert werden.

Vielleicht hab ich auch so manchen Tarockkollegen von meiner Argumentation überzeugt.

In diesem Sinne,

auf gute Spiele

soleil13
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  #2 (permalink)  
Alt 20.08.2010, 16:36
Erfahrener Benutzer
Bettler
 
Registriert seit: 30.10.2009
Ort: OÖ
Beiträge: 137
Standard

kleines beispiel:
wenn kontrieren erlaubt wird… was glaubst du macht dann der spieler mit einer halbwegs akzeptablen karte wenn er kontriert wird… wenn er zb. eine halbe stunde vor turnierende auf rang 15 liegt und ihn nur mehr top10-plätze in das ranking bringen?

… oder umgekehrt: das turnier verläuft für jemanden schlecht… kaum karten. gegen ende bietet sich dann aber die chance solodreier, solofarbendreier oder ouvert-spiele zu kontern.

ich möchte sehen, wie in der letzten turnierstunde die punkte herumpurzeln… vor allem gegen jahresende… wenn man wie erwähnt nur mehr mit top-plazierungen in die wertung kommt.

dass auch ev. freunderlwirtschaft einkehr hält, wenn man eh nichts mehr zu verlieren hat... will ich zwar niemandem unterstellen... möchte dies aber auch nicht dezidiert ausschliessen.

rossos, e.h.

Geändert von rossos (20.08.2010 um 16:39 Uhr)
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  #3 (permalink)  
Alt 20.08.2010, 17:05
Benutzerbild von KnightMove
Tarockforum-Team
Valat
 
Registriert seit: 03.12.2004
Ort: Wien
Beiträge: 1.843
Standard

Zitat:
Zitat von soleil13 Beitrag anzeigen
Das Übel hat seinen Ursprung, dass viele Spieler einen speziellen Pagatrufer spielen, mit 5 oder vielleicht sogar 6 Tarock plus Ansager. Unabhängig vom Talon, führt das Spiel häufig zu einem +1 zu -1 Ergebnis.
Warum? Spiel meistens gewonnen, Pagat verloren, (+2Pkte. u -2Pkte.) mit gutem Partner König ulti (still) +1.
DAS liegt aber am Übel, dass die Vögel auf GameTwist in Relation nur die Hälfte zählen. Außer mir hat sich bisher kaum jemand darüber beschwert.

Was das Taktieren betrifft, das kommt mit Kontra meiner Erfahrung nach häufiger vor als ohne, und mit schlimmeren Auswirkungen. Ein wasserdichter und rekontrierter Bettel Ouvert kann den Turniersieg bringen.

Piccolo zur Sechserverhinderung: Das kommt meiner Erfahrung nach auf GameTwist nicht so oft vor. Und wenn die Vorhand einen Dreier hat, soll sie ihn spielen; wenn sie keinen hat, schön, das wirkt gegen die Dominanz der Dreierspiele. Es soll ja eine gewisse Vielfalt herrschen.

Uhurufer über Pagatrufer: Wenn man einen so starken Uhurufer hat, dass den Pagat zu fangen keine Herausforderung darstellt, und dass auch so gute Chancen bestehen, den Uhu durchzubringen - warum nicht. Man kann ja auch mit etwas mehr Mumm lizitieren. :-)
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  #4 (permalink)  
Alt 21.08.2010, 13:58
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Trischaker
 
Registriert seit: 23.11.2009
Beiträge: 5
Standard Sorry, aber ohne NACHDENKEN, geht Tarock schon mal gar nicht

Gut so! Wenn Jemand ein Spiel hat, dann soll er auch die Möglichkeit erhalten daraus ein Maximum an Punkten zu erzielen.
Sicherlich ist Dir auch Bekannt, dass einem Bettler Ouvert
meistens ein dem entsprechendes Gegenblatt gegenübersteht.
Und wenn durch einen re-oder subkontrierten Bettler Ouvert Jemand Turniersieger werden soll, dann hat der Spieler dies auch verdient, denn DENKEN gehört einfach zu diesem Spiel!!!
Soll aber bitte auch nicht vergessen werden, dass der Schuss nach hinten losgehen kann und somit dann in einer Runde -132 Punkte oder.... zählen. Bei 300 Anfangspunkten sind solche Spieler schnell eliminiert.
Tarock ist kein Einzelspiel, es werden immer 4 Spieler benötigt und dazu müssen IMMER alle Spieler bei der Sache sein.
Zum Anderen wird durch die Möglichkeit des Kontras, auch das Niveau der Turniers gehoben,(im derzeitigen 1 Rundenmodus) da mehr Punkte zum Einsatz stehen.
Nebenher bügeln, stricken, "Schnapserl kippen" wird auch etwas unterbunden, da für eine Runde mehr Aufmerksamkeit gefordert wird, denn es geht um "Mehr" und die Nebenhertarockierer, werden auch schneller (Gott sei Dank) dezimiert.

Zitat:
Zitat von KnightMove Beitrag anzeigen
DAS liegt aber am Übel, dass die Vögel auf GameTwist in Relation nur die Hälfte zählen. Außer mir hat sich bisher kaum jemand darüber beschwert.

Was das Taktieren betrifft, das kommt mit Kontra meiner Erfahrung nach häufiger vor als ohne, und mit schlimmeren Auswirkungen. Ein wasserdichter und rekontrierter Bettel Ouvert kann den Turniersieg bringen.

Piccolo zur Sechserverhinderung: Das kommt meiner Erfahrung nach auf GameTwist nicht so oft vor. Und wenn die Vorhand einen Dreier hat, soll sie ihn spielen; wenn sie keinen hat, schön, das wirkt gegen die Dominanz der Dreierspiele. Es soll ja eine gewisse Vielfalt herrschen.

Uhurufer über Pagatrufer: Wenn man einen so starken Uhurufer hat, dass den Pagat zu fangen keine Herausforderung darstellt, und dass auch so gute Chancen bestehen, den Uhu durchzubringen - warum nicht. Man kann ja auch mit etwas mehr Mumm lizitieren. :-)
Naja, man kann ja auch ins Casino gehen und sagen ich bin ein guter Tarockspieler. Nur ob dies da Jemanden interessiert, das wage ich mal zu bezweifeln!
Ich würde gerne sehen, bei "echtem Pagatrufer" mit Pagat und mindestens 7 Tarock dazu, den mit "wenig geistigen Muckies" ausgestatteten Uhuruferspieler.
Die Situation, dass ein nachfolgender Spieler ein besseres Blatt hat ist immer gegeben.
Kern der Sache ist, dass Spieler mehr gefordert werden und "Notansagen" 5 Tarock + Ansager nicht der Sinn von Tarock ist.
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  #5 (permalink)  
Alt 21.08.2010, 14:16
Neuer Benutzer
Trischaker
 
Registriert seit: 23.11.2009
Beiträge: 5
Standard OHNE NACHDENKEN funktioniert Tarock nicht!

Hallo Rossos!
Danke für deine Anregungen.
Hab mir erlaubt dazu zu antworten.
Zitat:
Zitat von rossos Beitrag anzeigen
kleines beispiel:
wenn kontrieren erlaubt wird… was glaubst du macht dann der spieler mit einer halbwegs akzeptablen karte wenn er kontriert wird… wenn er zb. eine halbe stunde vor turnierende auf rang 15 liegt und ihn nur mehr top10-plätze in das ranking bringen?
NOCHMALS, ohne Hirneinsatz funktioniert Tarock nicht!
Es gehören 4 Spieler (wenn möglich gleichwertig) zum Tarock.
Die Chancen bei "halbwegs akzeptablen Karten" stehen 50:50. Was ist falsch daran?
Taktieren gehört auch zum Tarock.
Das Taktieren beginnt bei der Auswahl der Ansage!!!!


… oder umgekehrt: das turnier verläuft für jemanden schlecht… kaum karten. gegen ende bietet sich dann aber die chance solodreier, solofarbendreier oder ouvert-spiele zu kontern.
Was ist falsch daran? Ich verseise auf 132 Punkte PLUS oder MINUS. Bei Anfangswert von 300 Punkten.

ich möchte sehen, wie in der letzten turnierstunde die punkte herumpurzeln… vor allem gegen jahresende… wenn man wie erwähnt nur mehr mit top-plazierungen in die wertung kommt.
Gut so! Alle Spieler werden zum DENKEN aufgefordert! Auch wenn es "e' nur die letzte Runde" ist.

dass auch ev. freunderlwirtschaft einkehr hält, wenn man eh nichts mehr zu verlieren hat... will ich zwar niemandem unterstellen... möchte dies aber auch nicht dezidiert ausschliessen.
Dies Situation wäre ja dann fast wie Lotto-Top-Gewinner oder Casino-Top-Gewinner, die immer auf die richtigen Treffen!
rossos, e.h.
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  #6 (permalink)  
Alt 21.08.2010, 15:42
Benutzer
Solorufer
 
Registriert seit: 14.10.2009
Ort: Linz
Beiträge: 72
Standard

Alle vorgenannten Argumente sind aus meiner Sicht angebracht - ABER:
- 6er-Verhinderungsspiele wie Piccolo oder Solorufer (tw. auch Pagatrufer) wären nutzlos wenn der 6er in der Vorhand angesagt werden kann
- Karten dürfen bei einem 6er nicht offen aufgedeckt werden (wie derzeit leider programmiert)
Damit ist das Kontra-Verbot schon wesentlich berechtigter.

Prinzipiell bin auch ich der Meinung, dass ein Kontra in der Wertung die Punkte/Ergebnisse eindeutig verfälscht.
__________________
Sküss heil!



Richi
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  #7 (permalink)  
Alt 22.08.2010, 15:40
Neuer Benutzer
Trischaker
 
Registriert seit: 23.11.2009
Beiträge: 5
Standard Prinzip Hoffnung

Hallo Rich1903!
Danke für deinen Beitrag.
Das Ergebnis verfälschen, sehe ich nicht so.
Denn gegenwärtig wird mehr nach dem Prinzip Hoffnung gespielt und nicht danach, was tatsächlich ein Blatt wert ist oder tatsächlich hergibt. bitte beachte nochmals die vorangegangen Argumente dazu.
Natürlich gehört Taktieren und Spekulieren zum Turnierspiel, aber auch zum normalem Spiel. Jedoch muss dann auch die Möglichkeit gegeben sein, sich gegen solche Form des Spiels zu wehren.
Oder machen wir in Zukunft nur mehr, wer zuerst drankommt hat gewonnen?
Gruß
soleil13
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  #8 (permalink)  
Alt 24.08.2010, 16:38
Benutzer
Solorufer
 
Registriert seit: 14.10.2009
Ort: Linz
Beiträge: 72
Standard

Hallo soleil!

Gesinnungswandel - nein! Aber heute müsste ich dir fast recht geben, dass kontern erlaubt sein sollte:
Letztes Postler-Turnier:
1. Spieler sagt Solorufer
2. Spieler (ich) sagt weiter
3. Spieler sagt Dreier
doch nun kommt der Höhepunkt
4. Spieler (Vorhand) sagt Quapilrufer!
Das ist meiner Meinung nach SEHR UNFAIR gegenüber dem Könighalter wenn der Quapil verloren wird. Ferner ist die Wahrscheinlichkeit den Solo-Spieler zu erwischen größer als den Dreierspieler (noch dazu hatte der Quapilspieler selbst einen König). Übrigens Quapil wurde verloren, Solo-Spieler hatte den Kö (und auch sonst eine starke Hilfe).
Wenn so HARAKIRI gespielt wird, bin ich auch fürs Kontriern.
__________________
Sküss heil!



Richi

Geändert von rich1903 (24.08.2010 um 16:40 Uhr)
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  #9 (permalink)  
Alt 24.08.2010, 17:28
Neuer Benutzer
Trischaker
 
Registriert seit: 23.11.2009
Beiträge: 5
Standard tja, wie gesagt ohne H.....

Hallo Rich!
Wie Du siehst, wiederholen sich die Ereignisse am laufenden Band. Ich bin mit 99%-iger Sicherheit davon überzeugt, dass so sinnlose Lizitierungen wegfallen, wenn Kontra erlaubt wird.

Sonnige Grüße
soleil13
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