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  #1 (permalink)  
Alt 22.07.2009, 10:04
Benutzerbild von chrifgo
Tarockforum-Team
Solodreier
 
Registriert seit: 03.12.2004
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Standard Renonce: Erfolgen vs. bemerken

(Dieser Beitrag wurde um der Klarheit willen erweitert.)



Derzeit ist es in den Cups eine übliche Regelung, dass das Spiel beendet wird, wenn auf Renonce erkannt wird. Wenn durch die Renonce einem Spieler ein offensichtlicher Punkteverlust entsteht (stiller Vogel, stiller Valat...), so ist dies durch den Renoncierenden zu bezahlen, während die übrigen Spieler nur Spiel & angesagte Prämien erhalten.



Hier ist aber aus meiner Sicht noch eine Unklarheit offen, denn bei einer Renonce gibt es zumindest drei wesentliche Zeitpunkte:

1. der, zu dem sie erfolgt

2. der, zu dem sie bemerkt werden könnte (weil die Mitspieler an sich alle Informationen haben)

3. und der, zu dem sie auch tatsächlich bemerkt und reklamiert wird.



Diese drei Zeitpunkte können zusammenfallen, etwa wenn ein Spieler einen angesagten Vogel zu früh ausspielt und die Gegner das reklamieren. Das andere Extrem ist aber etwa ein Sechserdreier, der falsch verlegt hat, was aber erst im letzten Stich bemerkt wird.



Es kann sein, dass zwischen der Renonce und ihrer Geltendmachung Prämien erzielt werden. Beispiel: Ein Besserrufer-Spieler begeht Renonce. Einige Stiche später wird sie bemerkt, und in der Zwischenzeit haben der Spieler und sein Partner alle Könige heimgespielt. Muss der Spieler diese seinem Partner bezahlen oder nicht? Dies bedarf der Klärung.



Vorschlag:



Eine Renonce ist das faktische Spielende, sobald sie erfolgt. Was danach passierte, ist nicht zu berücksichtigen; allenfalls, was passiert wäre, wenn die Renonce nicht stattgefunden hätte.



(Das lässt vorerst offen, inwieweit man bei sofort bemerkten Renoncen kulant sein kann; aber das ist nicht das Thema hier.)



Anwendungsbeispiel: Ein Pagatrufer verlegt nur zwei Karten, und es wird erst am Schluss bemerkt. Der Partner spielt ungefährdet König Ultimo. Dieser ist vom renoncierenden Pagatrufer zu zahlen, aber nicht, weil er erfolgt ist, sondern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch bei korrektem Verlegen erfolgt wäre.



Was sind die Meinungen soweit hierzu?
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  #2 (permalink)  
Alt 22.07.2009, 10:36
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Piccolo
 
Registriert seit: 31.03.2005
Beiträge: 33
Standard Was-wäre-wenn-Überlegungen

sind meies Erachtens nicht sinnvoll, da sie nur zu Diskussionen führen. Eine Renonce beendet das Spiel und der Renoncierende hat den übrigen (auch dem Partner) alle Ansagen zu bezahlen.



Kulanz sollte es bei Renoncen nicht geben. Regelverstoß bleibt Regelverstoß. Ist man einmal kulant, muß man es auch beim nächsten Mal sein usw. usf. Das sorgt wieder nur für Diskussionen und Unzufriedenheit.
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  #3 (permalink)  
Alt 22.07.2009, 11:34
Benutzerbild von chrifgo
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Solodreier
 
Registriert seit: 03.12.2004
Ort: Wien
Beiträge: 1.308
Standard Re: Was-wäre-wenn-Überlegungen

Zitat:
Zitat von Tuco
sind meies Erachtens nicht sinnvoll, da sie nur zu Diskussionen führen. Eine Renonce beendet das Spiel und der Renoncierende hat den übrigen (auch dem Partner) alle Ansagen zu bezahlen.



Kulanz sollte es bei Renoncen nicht geben. Regelverstoß bleibt Regelverstoß. Ist man einmal kulant, muß man es auch beim nächsten Mal sein usw. usf. Das sorgt wieder nur für Diskussionen und Unzufriedenheit.


"Eine Renonce beendet das Spiel..." - ja, genau darum geht es hier! Die mögliche Diskrepanz zwischen "Renonce erfolgt" und "Renonce wird bemerkt" ist zu klären.



Die Kulanz ist hier nicht das Thema; ich habe das nur als Nebensatz angemerkt, gerade um anzuzeigen, dass das wennschon an anderer Stelle zu diskutieren ist.
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  #4 (permalink)  
Alt 22.07.2009, 13:55
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Rufer
 
Registriert seit: 10.10.2008
Ort: Wien
Beiträge: 11
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Renonce beendet das Spiel - sobald sie bemerkt wird!



Ausbezahlt werden das Spiel und angesagte Prämien! Was immer "Still" möglich gewesen wären, sollte hier irrelevant sein und unberücksichtigt bleiben.

Dies ist eine einfache Regelung, die schnell zu exekutieren ist und sher wenig Raum für ziellose Diskutierereien läßt.
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  #5 (permalink)  
Alt 22.07.2009, 14:37
Benutzerbild von chrifgo
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Solodreier
 
Registriert seit: 03.12.2004
Ort: Wien
Beiträge: 1.308
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Zitat:
Zitat von hias59
Ausbezahlt werden das Spiel und angesagte Prämien! Was immer "Still" möglich gewesen wären, sollte hier irrelevant sein und unberücksichtigt bleiben.

Dies ist eine einfache Regelung, die schnell zu exekutieren ist und sher wenig Raum für ziellose Diskutierereien läßt.


Einfach ist sie - aber sie kann zu sehr unfairen Situationen und auch taktischer Schummelei führen, etwa, wenn ein Spieler durch die Renonce eines anderen um einen stillen Valat umfällt.
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  #6 (permalink)  
Alt 01.12.2009, 15:36
Neuer Benutzer
Rufer
 
Registriert seit: 10.10.2008
Ort: Wien
Beiträge: 11
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korrekt - man muss aber dann auch sehen, was diesem diese absichtliche Renonce kosten würde (ein Valat-fähiger Dreier hat sicher andere Ansagen dabei, die alles teuer machen ganz abgesehen davon wie eine Renonce einen Valat-Dreier beeinflusst - ok, könnte versehentlich einen König abstechen).

Dies ist m.E. nur dann möglich, wenn zwei oder drei Spieler heimlich gegen einen anderen zusammenarbeiten und ihm durch solche Renoncen schaden wollen! Das wird mit der Zeit aber offensichtlich und durch den Schiedsrichter unterbunden werden.
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