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TarockspielerInnen, die daran interessiert sind, ihr Spiel zu verbessern (dürfte die Mehrheit sein), sind im Normalfall auch an konkreten Hinweisen auf nicht optimales Spiel interessiert - möglichst mit Erklärung des Hintergrunds, damit man was lernt. Die limitierten Kommunikationsmöglichkeiten einer Online-Plattform erfordern aber von denen, die sich zur Kritik an Mitspielern berufen fühlen, ein Minimum an sozialer Kompetenz, um unnötige Verkrampfungen beim Adressaten zu vermeiden. Gelassenheit und Höflichkeit sind daher angesagt. Die Anonymität des Online-Spiels potenziert aber auffälliges Sozialverhalten und die Notwendigkeit der Verkürzung verführt zu ruppiger Ausdrucksweise - Beschimpfungen, endloses Hickhack und beleidigte Leberwürste sind die Folge. Im Zweifelsfall (Fehler war ohnehin sofort evident, Blatt des Mitspielers könnte andere Beurteilung der Situation erlauben, unterschiedliche Risikobereitschaft ...) ist es daher im Online-Spiel oft besser, Kritik (die man im persönlichen Spiel problemlos und zum Nutzen des Adressaten anbringen könnte) einfach zu unterlassen oder zumindest sehr zurückhaltend zu formulieren. Ein nicht so guter Spieler in einer Runde ist für den geübten Tarockspieler mit etwas Gelassenheit überdies eine Gegebenheit, die er in seine Taktik ja ohne besondere Emotion mit einfliessen lassen kann - ist gleich ein gutes Training für das nächste reale Turnier. Und wenn ein Spieler unter den Fehlern anderer besonders "leidet", kann er (Turnier ausgenommen, da muss man halt 4 Spiele durchhalten) jederzeit den Tisch verlassen - wenn möglich mit höflicher Vorankündigung |
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Ich glaube nicht, dass es viel bringt, anderen Spielern beim Online-Spielen ihre Fehler zu erklären. Tarock ist ein komplexes Spiel. Im Chat zu erklären, warum ein bestimmtes Ausspiel im konkreten Fall taktisch unklug war, funktioniert nicht. (Ganz davon abgesehen, dass die anderen Spieler gernervt sind, wenn das Spiel dadurch verlangsamt wird). Niemand verbessert sich, wenn er nicht versteht bzw. erklärt bekommt, warum eine bestimmte Taktik/Strategie sinnvoll ist. Ich kann ihm vielleicht sagen: "Als Partner des Solospielers setzt du Deine hohen Tarock ein und sparst nicht auf bessere Zeiten". Wenn ich ihm nicht dazu erkläre, warum das so ist, wird er den Sinn dahinter nicht verstehen (schont den Spieler, stopft "Löcher", Gegner brauchen auch hohe Tarock, um in den Stich zu kommen, wodurch die mittigen Tarock des Spielers wertvoller werden usw.) Er wird dann vielleicht wie ein dressierter Affe einiges richtig machen, aber ein guter Spieler kann aus ihm nur werden, wenn er den Sinn hinter einer Taktik versteht. Für ausführliche Erklärungen eignet sich Online-Tarock aber nicht, weil man dann vor lauter tipseln nicht mehr zum Spielen kommt - ganz davon abgesehen, dass die übrigen Mitspieler genervt den Tisch verlassen könnten. Tarock lernen kann man am Besten in einer echten Spielrunde mit guten Spielern. Notfalls kann man auch Mayer-Sedlacek lesen. PS: Bitte jetzt keine Bemerkungen zu meinem Beispiel. Mir ist schon klar, dass der Spielverlauf oder die Sitzverteilung eine andere Vorgehensweise erforderlich machen können. Aber genau darum geht's ja, wenn ich sage, dass Tarock ein komplexes Spiel ist!
__________________ -Tuco- |
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Da auch ich eine unerfahrene Spielerin bin: Wo Kritik angebracht ist soll man sie auch äüßern, aber was nützt es mir wenn ein Mitspieler nur ?????????????????????? von sich gibt? Sicher gibt es sehr viele fixe, bewährte Strategien beim Tarockspiel, aber spielt man nicht doch auch nach seiner Karte und beim 1. Ausspiel nach gesehenem Talon und Gefühl? Auf diese Fragen ersuche ich um ehrliche, freundliche Antwort! Edith |
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| Zitat:
Das erste Ausspiel richtet sich nach dem Blatt des Ausspielers und ob er Partner oder Gegner ist insbesondere ob er (tarock-) stark oder schwach ist. Beispielweise werde ich als starker Gegner eines Dreiers möglichst meine lange Farbe bringen, da dies den Dreierspieler am ehesten Tarock kostet. Wenn einer meiner (schwächeren) Partner die Farbe auch nicht hat, kommt er entweder billig zu einem Stich oder er kann dem Dreierspieler zumindest eine hohe Tarock vorlegen. Dieser muss dann unter Umständen einen Stecher für einen Stich mit wenig Punkten einsetzen. Du siehst sicher gleich, dass sich sowas im Chat nicht erklären läßt. Sehr gut beschrieben sind diese Taktiken wie oben erwähnt in "Mayer-Sedlacek - Die Strategie des Tarockspiels". Auch wenn man sich nicht alles genau merken kann, was da drin steht: Es hilft die grundsätzliche Spielmechanik zu verstehen und das ist letztlich der Schlüssel zu gehobenem Tarockspiel. Egal ob Dreier, Solo- oder Piccolo.
__________________ -Tuco- |
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zu der anfrage der (übrigens von mir sehr geschätzten) bleamlhex nehme ich mir mit einer etwas ausschweifenderen antwort zeit: wenn wer nach dem 1. ausspiel eine reihe von fragezeichen setzt und halbwegs tarockkundig ist, wird dies folgende ursachen haben: es wird z.b. bei einem vogel-rufer tarock als gegner ausgespielt oder als partner nicht tarock ausspielt oder als gegner die gerufene farbe gebracht und der ausspieler ist nicht stark oder kurz darin. nun... die fragezeichen selbst sehe ich aber gar nicht sosehr als unfreundliche aktion... denken wir uns die situation kurz anders durch... man macht keine fragezeichen sondern verfasst einen text wie zb. *warum spielst du herz aus, der spieler hat doch herz könig und 2 weitere herz dem talon entnommen*. letzteres würde zu wirklichem unmut führen, da man etwaige nichtbeachtete details während dem spiel offenbart und unter umständen eine diskussion auslöst, die das weitere spiel spieltechnisch beeinflusst... da davon auszugehen ist, dass der gescholtene herz nicht mehr angreift. die zitierten fragezeichen sind somit eher ein dezenter hinweis, dass man nicht aufgepasst hat/unkonzentriert war o.ä. was natürlich schon wünschenswert wäre, dass man nach dem spiel (oder wenn das spiel quasi gelaufen ist) einfliessen lässt, was man seiner meinung nach mit der fragezeichen-flut meinte... schliesslich soll der andere ja daraus lernen bzw. wissen was damit gemeint war. rossos, e.h. |
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Ich habe mir (natürlich nur beim Online-Spiel) mittlerweile angewöhnt, Kritik nur mehr freundlich mit "danke" oder "stimmt" oder "sry" zu quittieren - egal, ob die Kritik trifft (die meisten Fehler sind einem selbst ohnehin sofort im Moment des Anklickens der zu spielenden Karte bewusst - schade, dass es da keine Rückfrage "Und diese Karte wollen Sie wirklich spielen ...?" gibt) oder nach meinem Blatt oder meiner Risikoeinschätzung der Sachverhalt anders zu beurteilen wäre, da mir jede sinnvolle inhaltliche Diskussion via Gametwist-Interface mühsam bis unmöglich scheint. Auf Kritik an Mitspielern verzichte ich in der Regel aus dem gleichen Grund, außerdem bin ich ohnehin ausreichend damit beschäftigt bin, selbst möglichst wenig Fehler zu machen. Fehler, die ich selbst mache und auch bemerke, merke ich (in Kombination mit einem "sry", falls davon auch Partner betroffen sind) vorbeugend möglichst auch selbst an |
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das klingt alles schön und gut, wilfried. aber wie soll man wem mitteilen, dass er grundsätzlich mit dem ausspiel auf dem holzweg war und vielleicht auch grundsätzlich ist... wenn man nicht in dem moment ein fragezeichen setzt. wenn man nachher darüber diskutiert, weiss derjenige vielleicht gar nicht mehr um welchen konkreten spielzug es sich gehandelt hat. aber viell. liege ich da falsch und es ist eine unart ein *???* zu strapazieren... ist aber auf jeden fall eine breitere diskussion hier wert. wenn es sich um verklicken oder verschauen handelt, ist dies sowieso schnell abgehandelt... da genügt ein sry... wie du schon schriebst. |
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nachdem ich schon seit35 jahren mit tarock begonnen habe,kann ich sagen es gibt keine dogmen wie:aufgnommene farbe des gegners nicht spielen,beim solorufer die königfarbe als spieler mithaben,nicht die gerufene farbe spielen usw.damit scheinen einige nicht fertig zu werden und wissen dann immer alles besser und das nervt mich
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Die berühmten zwei Seiten. Niemand ist vollkommen und, ich habe es hier schon einmal geschrieben, jeder macht Fehler. Sei es Unkonzentriertheit, Ablenkung oder einfach nicht genügend Praxis. Ich bin manchmal froh, wenn ich Tipps bekomme, wie ich den einen oder anderen Spielzug besser machen könnte. Manchmal nicht. Gerade dann, wenn die "Nachher-Gescheiten" aktiv werden. Im Nachhinein sieht gleich alles klarer aus! Aus der Sicht der Mitspieler können die blödesten Fehler offenbar werden, die seitens des Spielers aber durchaus plausibel sind. Dann nerven sie furchtbar! |
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