Die Spiele (Werte in Cent)
Vorhandspiele
Rufer 10
Trischaken siehe unten
Sechserdreier 30, verloren 60
Lizitspiele
Piccolo 15
Solorufer 20
Bettler 25
Besserrufer 10+Vogel
Farbendreier 40
Dreier 40
Piccolo ouvert 45
Bettel ouvert 60
Farbensolodreier 80
Solodreier 80
Materialprämien
Trull 10/20
4 Könige 10/20
Absolut (ab 45/2) 5/10
Grammopoi (ab 55/2) 5/10
Spielprämien
König Ultimo 10/20
Pagat Ultimo 10/20
Uhu 15/30
Kakadu (Kanari, Pelikan) 20/40
Marabu (Quapil, Wildsau) 25/50
Mondfang 5/50
Valat 80/160
Allgemeines
Man muss in jedem Spiel ein optimales Ergebnis anstreben, andere Spielziele sind unzulässig. Absichtliches Verlieren oder automatisches Kontrieren sind illegal und können zum Turnierausschluss führen.
Es wird um Geld gespielt und in der Tabelle mit plus und minus mitgeschrieben.
Die Ergebnisse werden für Tabelle und Auszahlung gleich gewertet (letztere kann also am Schluss erfolgen).
Bei positiven Spielen spielt die Vorhand aus, bei negativen der Spielersteher.
Zum Gewinn eines positiven Spiels braucht man 35/2.
Der dem Geber gegenübersitzende Spieler hebt ab. Klopfen ist verboten.
Gespielt wird gegen den Uhrzeigersinn.
Jedes Spiel muss gespielt werden. Ein Blatt ohne Tarock und Könige wird nicht zusammengeworfen.
Es gibt keine Verdoppelungsradln, sei es nach Mondfang, Trischaken oder Nullrunde.
Trullstücke und Könige dürfen nie verlegt werden, andere Tarock nur offen (außer bei Farbenspielen).
Man darf während des Spieles keine abgelegten Stiche ansehen.
Zur Renoncekontrolle wird die Ablage getrennt von den Stichen gelegt und vor Zählung offen hergezeigt.
Die Stiche bleiben beim jeweiligen Spieler liegen, bis gezählt wird.
Märchenstich: Fällt die Trull in einem Stich, sticht immer der Pagat (bei Farbspielen nur, wenn Tarock ausgespielt worden ist). Dies zählt, abgesehen von der gewonnenen Trull, nicht als
Prämie.
Vorhand und Lizit
Die Vorhand sagt
Vorhand! oder ein Lizitspiel. Wenn im ersteren Falle alle anderen Spieler
Weiter! gesagt haben, kann die Vorhand auch ein Vorhandspiel spielen. Sie darf ein lizitiertes Spiel nicht übernehmen.
Abgeben der Vorhand ist unzulässig.
Wer bei Lizit des Spiels einmal
Weiter! gesagt hat, kann kein Spiel mehr lizitieren.
Wer nicht überboten wurde, darf sich nicht selber überlizitieren.
Nach Ablage darf jeder Spieler so lange
Prämien und Kontras ansagen, bis dreimal
Gut! kommt.
Beim Sechserdreier wird der Talon verdeckt aufgenommen.
Trischaken
Es wird nur kunterbunt gespielt, abgesehen vom Pagat als letztes Tarock herrscht Ausspielfreiheit.
Der Talon wird einzeln zu den ersten 6 Stichen zugeworfen.
Für alle Spieler gibt es 4 mögliche Spielausgänge:
o Jungfrau - kein Stich
Unterwertiger - höchstens 17/1
Oberwertiger - 17/2 bis höchstens 35/1
Bürgermeister - 35/2 und mehr
o In der Abrechnung zahlt spielerweise:
Unterwertiger: 10 an Jungfrau
Oberwertiger: 10 an Unterwertigen , 20 an Jungfrau
Bürgermeister: 10 an Oberwertigen, 20 an Unterwertigen, 30 an Jungfrau
Jungfrauenansage und Kontra sind nicht möglich.
Bei Renonce zahlt der Renoncespieler an jeden 30 C.
Ruferspiele
Hat ein Ruferspieler 3 Könige im Blatt, kann er mit
Den vierten! den Partner bestimmen. Hat ein Spieler alle 4 Könige im Blatt, kann er eine Dame rufen. Ob sie ultimo gespielt werden kann, ist noch offen.
Besserrufer wird zuerst als ebensolcher lizitiert, der spielbestimmende Vogel wird nach Talon angesagt, wobei „switchen“ auf einen Vogel im Talon nicht erlaubt ist. Es ist zulässig, mehrere Besserrufer anzusagen; in diesem Falle sagen die Spieler ihre Vögel vor dem Rufen. Wer den höchsten Vogel ansagt, spielt.
Liegt der gerufene König, kann man die Hälfte frei wählen (und ev. kontriert werden) oder aufgeben. Beim Besserrufer ist in diesem Falle der kleinste Vogel im Blatt zu zahlen.
Liegt beim Solorufer der gerufene König im Talon, erhält der Solospieler die Talonhälfte mit dem König. Kontras zählen dann in keinem Fall.
Farbenspiele
Man darf sowohl vor, als auch nach Talon höchstens 6 Tarock im Blatt haben.
Außer Königen und Trullstücken darf alles verlegt werden, Farbkarten aber offen.
Die Vorhand spielt zuerst aus. Alle Spieler dürfen erst dann Tarock ausspielen, wenn sie keine Farbkarten mehr haben. Kann ein Spieler eine Farbe nicht bedienen, muss er Tarock zugeben, die aber nicht stechen.
Es besteht kein Stichzwang,
Prämien gelten nicht außer dem Valat und dem Absolut/Grammopoi.
Negativspiele
Es gilt Stichzwang. Liegen Mond und Pagat, muss der Sküs nicht dazugegeben werden.
Der Pagat darf nur als letztes Tarock gespielt werden, außer es gilt Stichzwang beim Märchenstich.
Bei den Ouvertspielen legen alle Spieler vor dem zweiten Ausspielen ihre Karten auf. Die 3 Gegenspieler dürfen nicht miteinander reden.
Alle Negativspiele können bis zu 3mal Bei gespielt werden (nur gleichartige). Der Wert der Bei-Spiele wird für das Lizit aufaddiert. Wenn der kombinierte Wert der Negativspiele über einem dazwischen lizitierten Spiel liegt, kann es überlizitiert werden (z. B. Piccolo, Solo, Piccolo bei). Der erste Spielersteher spielt aus.
Prämien
Ein Spieler darf König ultimo und Vögel nur dann ansagen, wenn er die jeweilige Karte im Blatt hat.
In Solospielen gelten alle
Prämien doppelt.
Bei der
Prämienansage wird nicht deklariert, von welcher Seite sie erfolgt. Stellt sich am Ende heraus, dass sich Partner unwissentlich kontriert haben, zählt dies nicht.
Hat man einen Vogel (oder König ultimo) angesagt, muss man immer versuchen, die entsprechende Karte zum vorgeschriebenen Stich zu spielen; wurden sie in ebendiesem blockiert, können sie danach nach Belieben gespielt werden. Wenn ein Vogel geopfert werden muss, sind die höheren zuerst aufzugeben.
Mondfang wird zwischen den Spielparteien abgerechnet. Mondfang unter Partnern zählt nicht. Wird der Mondfang angesagt, obwohl der Partner ihn hält, ist die Ansage hinfällig.
Ansage/Gewinn des Grammopoi bedingt selbiges für den Absolut. Kontra auf Absolut bedingt selbiges für den Grammopoi.
Bei Valat zählen alle Spielprämien, Materialprämien aber nur, wenn für die Valatseite verloren, oder wenn ein Kontra erfolgt ist.
Kontra
Kontra ist bis Re (4fach) möglich bei allen Spielen außer Trischaken. Kontra vor Talon ist nicht möglich.
Es zählt bei positiven Spielen für die Partei, bei negativen individuell.
Um Kontra-Schummelei zu verhindern (man kontriert im Wissen einer Niederlage, um dem Gegner zu helfen), kann jeder Spieler ein Kontra bei den Schiedsrichtern anfechten. Wenn diese zum Schluss kommen, dass geschummelt wurde, können sie: das Kontra aufheben, Kontrierverbot über den Spieler verhängen und/oder ihm bis zu 300 Strafpunkte anhängen.
Renonce
Bei Renonce muss der Renoncespieler an alle anderen Spieler bezahlen, als ob sie das Spiel, die angesagten
Prämien sowie auf jeden Fall erzielte stille
Prämien gewonnen hätten. Sollte klar sein, dass ein Spieler verloren hätte, ist es allerdings ein schöner Zug von ihm, auf die Auszahlung zu verzichten.
Renonce ist: Regelwidriges Ausspielen/Zugeben; Verlegen von falschen Karten, oder einer falschen Anzahl, oder regelwidrig verdecktes Verlegen; Selbstrufen; Ansage von Vögeln/König Ultimo, wenn die Karte nicht im Blatt ist; Ansage des Mondfangs, wenn man ihn selber hat; spielentscheidendes Vorwerfen und Reden.
Wer voreilig (noch bevor alle Mitspieler Weiter! gesagt haben) einen König ruft oder nach dem Talon greift, soll von den Mitspielern darauf aufmerksam gemacht und gestoppt werden. Nur wenn ein Mitspieler, der noch im Lizit steht, einen Schaden nachweisen kann, ist das voreilig lizitierte Spiel als Renonce zu zahlen.
Wer ohne Vogel Besserrufer lizitiert, zahlt an jeden Mitspieler 30 C, auch wenn der Besserrufer durch ein anderes Spiel überlizitiert und dieses gespielt wurde. Ist letzteres ein Ouvert-Spiel, so kann der Spieler nach Erkennen der Renonce selbständig entscheiden, ob er das Ouvert-Spiel zu Ende spielen möchte.
Im Zweifelsfalle, ob Renonce vorliegt, entscheidet der Schiedsrichter.
Abgelehnte Spiele: Zwiccolo, Triccolo, Besserdreier, Besser-Solorufer, Semi-Ouvert-Spiele, Zweier/Einer
Abgelehnte
Prämien: Honneurs, Rostopschin, Königfang, Ver, VIer, Zustandsprämien, Pagatkasse[/i]