Das Forum zum Thema Tarock (primär Königrufen)  

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  #11 (permalink)  
Alt 17.01.2005, 14:27
Benutzerbild von SirAlex
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Besserrufer
 
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Zitat:
Zitat von palamedes
Ebenfalls ganz klar gegen einen vorab angesagten 6er3er!!



Der 6er3er ist ein klassischen Vorhandspiel und kann als solches daher nur angesagt werden, wenn alle anderen Spieler vorher weiter gesagt haben!


Des unterschreib' ich auch...
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  #12 (permalink)  
Alt 19.05.2005, 23:54
Jö ist offline
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Bettler
 
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Kannten früher auch die Vorhand-6er-Bock-Regel nicht, haben sie aber vom OÖ-Tarockcup übernommen - und hat sich sehr bewährt! Kann allen Kritikern nur raten, es einmal nur probeweise ein paar Abende zu spielen.



Meines Erachtens dämpft es durch das einzugehende Risiko (nicht zu wissen, was die anderen Spieler lizitieren - und damit deren Spielstärke abschätzen zu können) den riesigen Vorteil des ganzen Talons ab.

Andererseits verführt es dazu, den six-pack leichter anzusagen, aber:

no risk, no fun!



Selbst mein Vater, sonst immer strengster Dogmatiker, spielt in seinen Runden nun nach dieser Regel, wobei diese Tarock-Professoren folgende Modifikation haben: wird der 6erBock gleich angesagt, darf der Spieler den Talon verdeckt aufnehmen, wird er erst angesagt, nachdem alle Mitspieler "gut" gesagt haben, muß die Vorhand den Talon aufdecken.



Man sieht: der Erfindungsreichtum der Tarockeure ist unbegrenzt!
__________________
Generalsekretariat des Vereines zur Förderung von Tarock & Önologie i.V.
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  #13 (permalink)  
Alt 20.05.2005, 11:06
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Rufer
 
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Ort: wien
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das sind in oberösterreich die ganz normalen regeln. sechser nur in der vorhand mit verdeckten karten. falls keiner etwas spielen will, hat man in der vorhand die wahl zwischen nachhand-sechser (der talon wird aufgedeckt), nachhand-rufer (rufer mit talon, ohne ansager) oder trischaken. natürlich kann man jedes andere spiel spielen, aber zusätzlich diese drei sonderspiele.
__________________
Die Theorie der direkten Wahrnehmung nach Gibson (1979) beschreibt einen ökologischen Ansatz, in welchem die optische Anordnung invariante Informationen über die Form und Repräsentationen von Objekten in der visuellen Umwelt enthält.
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  #14 (permalink)  
Alt 20.05.2005, 14:22
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Valat
 
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Ich finde die Regeln beim Cup aus mehreren Gründen schwerst ungerecht:



1. Jemand mit einem wirklich starken Dreierblatt kann ungeniert Sechserdreier ansagen, ohne dass jemand das etwa mit einem Piccolo verhindern könnte (unschönes Zusatzprivileg),

2. Jemand mit einem riskanteren Sechserdreierblatt muss sich in ein ungewisses Abenteuer begehen, ohne dass jemand etwa mit einem Besserruferblatt auch nur die Chance hat, dies anzusagen.



Ich bin in Salzburg in so einen riskanten Sechser mit starkem Gegenblatt geraten und habe scheußlich verloren... nach den Mehrheitsregeln dieses Forums hätte ich den nie gespielt, weil ein Spiel angesagt worden wäre.



Ich kann mich auch mit der Variante mit geschlossenem & offenem Talon nicht anfreunden. Ich finde, dass ein Sechserdreier unter keinen Umständen lizitiert werden darf, wenn jemand irgend ein Spiel hat!
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  #15 (permalink)  
Alt 02.11.2009, 13:51
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Rufer
 
Registriert seit: 13.12.2006
Beiträge: 10
Standard Der 6er gehört im Vorhinein angesagt

und wer da zu feig war darf ihn auch zum Schluss nicht mehr spielen.

Außerdem gibt es dann die 6er Verhinderer durch Piccolo nicht mehr.

Dies ist nicht nur in Oberösterreich so, auch in Salzburg wird das fast überall so gespielt.
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  #16 (permalink)  
Alt 02.11.2009, 15:49
Benutzer
Solorufer
 
Registriert seit: 25.10.2009
Ort: Lembach
Beiträge: 69
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Zitat:
Zitat von palamedes Beitrag anzeigen
Ebenfalls ganz klar gegen einen vorab angesagten 6er3er!!



Der 6er3er ist ein klassischen Vorhandspiel und kann als solches daher nur angesagt werden, wenn alle anderen Spieler vorher weiter gesagt haben!
hallo

ich kenne die variant dass die vorhand als letztes das spiel ansagst nur vom online tarock. privat beginnt immer die forhand mit dem ansagen. wenn niemand etwas spielt dann muss sich die forhand entscheiden was gespielt wird. beim zweiten mal dar aber kein 6er3er mehr gespielt werden.

das hat wie schon erwähnt den vorteil, dass gute sechser auch gespielt werden können.

gruß
spitzbuaamy

Geändert von spitzbuaamy (03.11.2009 um 15:57 Uhr)
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  #17 (permalink)  
Alt 02.11.2009, 15:56
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Valat
 
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Beiträge: 1.844
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Zitat:
Zitat von felix1 Beitrag anzeigen
und wer da zu feig war darf ihn auch zum Schluss nicht mehr spielen.

Außerdem gibt es dann die 6er Verhinderer durch Piccolo nicht mehr.

Dies ist nicht nur in Oberösterreich so, auch in Salzburg wird das fast überall so gespielt.
Ich danke für die Wiederbelebung dieses alten Themas. Es wird nicht überraschen, dass sich meine Einstellung hierzu weiterentwickelt hat - sowohl in der Sachfrage, als auch über die Art der Diskussion.

Mittlerweile ist mir das Problem der "Verhinderungsspiele" besser bewusst. Allerdings haben sich auch meine Gründe gemehrt, gegen die oberösterreichische Spielweise zu sein. Der Sechserdreier ist nur ein privilegierter Dreier - und Königrufen ist schon so ein schwer dreierlastiges Spiel. Mit den Dreiern wird so viel Profit gemacht, dass alle anderen Spiele daneben zu Statisten im Kampf um die Turnier-Spitzenplätze verkommen... wenn nicht gerde jemand einen Farbensolo-Valat hat.

Nunmehr (auch schon früher hier im Forum) bin ich für den billigen Sechserdreier danach. Wenn also der Dreier 4 zählt, dann sollte der Sechserdreier nur 2 zählen, verloren das Doppelte. Das vereint mehrere Vorteile:
  • Es gib nur noch geringe Motivation für Verhinderungsspiele, weil diese allzuoft mehr kosten würden, als gegen einen Sechserdreier zu verlieren.
  • Die Vorhand kann mit einem "echten" Sechserdreierblatt, das zu schwach für einen Dreier ist, ihn trotzdem spielen (bei der Davor-Variante ist das viel zu gefährlich). So kann bei einem stärkeren Vorhandblatt etwas interessanteres als gewöhnlicher Rufer gespielt werden, und genau dafür ist der Sechserdreier ja auch da!
  • Wenn die Vorhand schon ein echtes Dreierblatt hat, dann soll sie auch einen Dreier spielen - oder wenn sie es nicht tut, dann erleidet sie eben einen verdienten Punkteabzug.

Das würde die Vorteile beider Spielweisen vereinen.

Zitat:
Zitat von spitzbuaamy Beitrag anzeigen
das hat wie schon erwähnt den vorteil, dass gute sechser auch gespielt werden können.
Und warum kann man mit einem "guten Sechser" nicht auch einen Dreier spielen?
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  #18 (permalink)  
Alt 03.11.2009, 09:44
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Piccolo
 
Registriert seit: 26.08.2009
Beiträge: 29
Standard Ein klares PRO für den Vorhandsechser!!!

Ich komme, wie man unschwer bei meiner Meinung erraten kann, aus Oberösterreich und kann mir Tarock ohne Vorhandsechserdreier nicht vorstellen.
Ein Sechser kann bei uns durch alle Ouvertspiele (Bettel, Piccolo, Zwiccolo) sowie Farbensolo (Spieler spielt aus) und Solodreier (Ist auch schon vorgekommen, dass ein Sechserdreier von einem Solodreier überboten worden ist) überboten werden.

Ein Beispiel für Chrifgo (Es gibt nicht nur Sechserdreier mit 10 Tarock, wo dann abgeschlagen werden kann und Vögel problemlos durchgebracht werden)
Du sitzt in der Vorhand und hast Sküs, Mond und XIX und Pagat, sowie Herz Dame, Herz Kavall, Pik Dame, Pik Kavall, Karo König, Karo Bube, Karo 4, Karo 3
Das ist für mich ein gutes Beispiel für einen Vorhandsechserdreier. Ein Dreier wäre hier viel riskanter als der Sechserdreier.
Grund: Bei einem Sechserdreier kann ich den ganzen Talon aufnehmen und unabhängig von der Zusammenstellung des Talons ziemlich viel verlegen (ca. 12 Punkte). Bei einem Dreier muss ich dem Gegner oft gleich viele Punkte liegenlassen als ich ablegen kann. Ich habe also keinen Startvorteil gegenüber den Gegnern.
Das ist meiner Ansicht nach der entscheidende Vorteil des Sechsers gegenüber dem Dreier.
Fazit: Bei uns werden mit Karten Vorhandsechser gespielt, mit denen man nie einen Dreier spielen würde. In unserer flotten Runde wird generell viel gespielt und dementsprechend oft kontriert.
Jede Vorhand hofft doch im Grunde viele Tarock zu bekommen oder hofft jemand einen Piccolo zu bekommen?

Geändert von Gschtis (03.11.2009 um 12:25 Uhr)
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  #19 (permalink)  
Alt 03.11.2009, 15:44
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guter beitrag, gschtis!

ich bin auch der meinung, dass man einen *bock* mit karten spielt, die keinen dreier rechtfertigen und die spielansage als erster im radl seinen reiz hat.
mit 3-4 tarock (trull zb.) und 2 königen wurden schon etliche sechserdreier klar gewonnen... tja, und das ablegen von 6 karten ist natürlich ein wichtiger zusatzfaktor.
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  #20 (permalink)  
Alt 03.11.2009, 16:31
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Valat
 
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Beiträge: 1.844
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Ich stimme Gschtis zu, dass man mit so einem Blatt einen Sechserdreier versuchen kann, aber keinen Dreier. Einen "guten Sechserdreier" im Sinne von spitzbuaamy nenne ich das aber nicht - der ist durchaus hochriskant.


Und ich stelle hier einmal eine Grundsatzfrage:

Ist es erstrebenswert, dass viele Sechserdreier gespielt werden?
Warum? / Warum nicht?

Ich sage "Nein", und meine Begründung ist:

Die Spielerstatistiken in GameTwist, sowie meine eigenen aus Live-Turnieren sagen ganz klar, dass der Dreier das haushoch dominante Spiel ist. Er wird mit Abstand am häufigsten gespielt und bringt ganz klar den meisten Profit. Abgesehen von Ausreißern wie Farbensolo-Valaten bestimmen die Dreier zu vielleicht 90% über die Platzierung im Turnier - die anderen Spiele sind Statisten.

Und der Sechserdreier ist vom Spiel her nichts anderes als ein Dreier - nur eben noch dreifach privilegiert! Man kriegt den ganzen Talon, verdeckt, und hat das Ausspiel. Warum sollte es dann erstrebenswert sein, dass er oft gespielt wird?

Soll Königrufen zum reinen Dreierspiel werden? Nun, warum nicht, immerhin gibt es im Französischen Tarock (der 4-Spieler-Variante) auch nur Spiele einer gegen alle. Aber da wir eben auch Rufer-, Farben- und negative Spiele haben und diese ihr ganz eigenes taktisches Geschick erfordern, finde ich es schade, wenn diese so ein Schattendasein gegen den Dreier führen.

Der Platz des Sechserdreiers ist aus meiner Sicht der eines Reserve-Spiels, den eine leidlich gute Vorhand bei drei "Weiter" sagen kann, damit es etwas interessanteres als einen gewöhnlichen Rufer gibt. Dafür soll er - ob seiner Privilegien - aber auch weniger wert sein. Einen solchen Sechserdreier zu gewinnen ist eine geringere Leistung, als einen Dreier zu gewinnen. Warum sollte er also gleich viel zählen?

Genau diese Rolle wird ihm mit der oberösterreichischen Spielweise genommen. Statt dessen ist er dort ein Werkzeug für die "Gier" von Dreier-Experten und wirkt gegen eine gesunde Ausbalancierung der Spiele.
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