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  #1 (permalink)  
Alt 04.03.2010, 20:45
bel bel ist offline
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Bettler
 
Registriert seit: 30.07.2009
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Standard Aufgeben

Ich habe eine Lücke in unseren Hausregeln gefunden, zu der ich gerne einmal ein paar Meinungen einholen würde:

"Ein Spieler hat jederzeit das Recht (ein aussichtslos gewordenes) Spiel aufzugeben" .. so die Regel

Typische Anwendungsfälle sind z.B. Ein Rufer, bei dem außer den Rufkönig nichts Brauchbares liegt. In diesem Fall kann es für den Rufenden sinnvoller sein allen drei Gegnern den Wert des Rufers gleich zu zahlen. Zwar verbieten unsere Hausregeln den Konter auf das Spiel wenn der König liegt und der Spieler es dennoch nicht aufgibt. Trotzdem können die Gegner Boni sammeln die den Wert des Rufers bei weitem übersteigen (diverse Vögel und im schlimmsten Fall sogar Valat). Ein anderes Beispiel ist ein Piccolo, bei dem sich nach dem ersten, ungeplanten Stich noch ein sicherer Stich (z.B. der Sküs) im Blatt des Spielers befindet - in dem also das unausweichliche nur unnötig hinausgezögert werden würde.

Bei dieser Regel ergibt sich ein Schlupfloch, das so nicht vorgesehen war:
Jemand ist dabei irgend ein Spiel haushoch zu verlieren, womöglich weit früher als geplant alle Tarock verloren hat und die Gegner nun ihrerseits in den letzten Stichen ein paar (nicht angesagte) Vögel heimbringen wollten - und gibt nun das Spiel, sagen wir nach dem 9. Stich auf um nicht noch höher zu verlieren.

Jetzt die Frage:
Wie könnte und sollte man die Regel abändern, dass es in den sinnvollen Fällen immer noch möglich ist aufzugeben, ohne dass die Regel misbraucht werden kann?
Oder seit ihr der Meinung das Aufgeben soll auch im letzteren Fall möglich sein?
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  #2 (permalink)  
Alt 29.04.2010, 13:48
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Trischaker
 
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Beiträge: 7
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Interessante Frage - unabhängig von der derzeit gültigen Regel.
Wir hatten unlängst einen Fall, wo ein Spieler nach etwa halbem Spiel die Karten als aussichtslos wegwarf. Abgesehen davon, daß die Gegner um etwaige Prämien umgefallen wären, hatte er sogar einen Partner (Solo-Spiel).
Also Renonce. Aber wer zahlt wieviel an wen?
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  #3 (permalink)  
Alt 29.04.2010, 14:00
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Valat
 
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Eine Lösungsidee für das grundsätzliche Problem:

Ein Alleinspieler hat jederzeit das Recht, die Aufgabe seines Spieles anzubieten.

Für den konkreten Solo: Der Spieler zahlt an alle drei anderen; die Vögel wären nach den Regeln der großen Cups nur zu zahlen, wenn sie SICHER gemacht worden wären, was bei einem Solo sehr schwer zu beweisen sein wird.
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  #4 (permalink)  
Alt 29.04.2010, 22:39
bel bel ist offline
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Bettler
 
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Zitat:
Zitat von Luki Beitrag anzeigen
Interessante Frage - unabhängig von der derzeit gültigen Regel.
Wir hatten unlängst einen Fall, wo ein Spieler nach etwa halbem Spiel die Karten als aussichtslos wegwarf. Abgesehen davon, daß die Gegner um etwaige Prämien umgefallen wären, hatte er sogar einen Partner (Solo-Spiel).
Also Renonce. Aber wer zahlt wieviel an wen?
Das Angebot jederzeit Aufgeben zu dürfen ist genau dafür gemacht, dass niemand absichtlich ein Renounce begeht und das Spiel dadurch abgebrochen wird. Ein absichtlicher Spielfehler ist meiner Meinung nach eine extreme Sauerei - daher eben die Möglichkeit geordnet aufzugeben.

Im Grunde genommen ist es aber das gleiche Problem: Es kann einen Punkt geben wo es dem Spieler besser erscheint *jetzt* abzubrechen und *alles* bisherige zu bezahlen als weiter zuspielen und noch ein paar Prämien gehen ihn zu kassieren.
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  #5 (permalink)  
Alt 29.04.2010, 23:11
bel bel ist offline
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Bettler
 
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Zitat:
Zitat von KnightMove Beitrag anzeigen
Ein Alleinspieler hat jederzeit das Recht, die Aufgabe seines Spieles anzubieten.
Demnach gibst du den Gegnern das Recht das abzulehnen. Die Frage
Zitat:
Zitat von bel Beitrag anzeigen
... seit ihr der Meinung das Aufgeben soll auch im letzteren Fall (Gegner wollen noch Prämien einstreichen) möglich sein?
würdest du mit "nein" beantworten - sehe ich das Richtig?

Würdest du demnach auch einen Rufer-Spieler dessen König liegt dazu zwingen diesen zu spielen, wenn ihn die drei Gegner nicht aufgeben lassen wollen?

Das Problem, dass jemand stattdessen eine absichtliche Renonce begehen könnte habe ich bei meinen Leuten (konstante Stammbesetzung, gelegentlich Gäste) soweit im Griff - beim ersten mal wird er schärfstens ermahnt, beim zweiten mal .. naja, ich muss nicht mit jedem spielen.
In anderen Fällen hat man das evt. nicht so gut im Griff, bzw. ist dann auch die Absicht unter umständen schwer zu beweisen.
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  #6 (permalink)  
Alt 30.04.2010, 00:22
Benutzerbild von KnightMove
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Valat
 
Registriert seit: 03.12.2004
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Du hast mich richtig interpretiert.

Liegender König beim Rufer ist etwas anderes. Da ist es sozusagen verbrieftes Recht, dass der Spieler aufgeben darf.
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