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  #1 (permalink)  
Alt 15.11.2005, 12:54
Benutzerbild von KnightMove
Tarockforum-Team
Valat
 
Registriert seit: 03.12.2004
Ort: Wien
Beiträge: 1.844
Standard Dreier: 12-Punkte-Regel

Robert Sedlaczek schreibt in seiner neuesten Tarockkolumne http://www.wienerzeitung.at/DesktopD...&currentpage=0

eine Faustregel, wann man einen Dreier spielen kann:



"Gibt es eine einfache Faustregel, wann ich einen Dreier lizitieren kann? Ja, das gibt es! Man notiert sich im Kopf für jeden König und für jedes Tarock einen Punkt; ist das Tarock ein Stecher (XVI oder höher), so zählt man hiefür nicht einen Punkt, sondern zwei Punkte. Hat das Blatt nach dieser Faustregel mindestens 12 derartiger Punkte, so ist es gut genug für einen Dreier.



Einziger zusätzlicher Knackpunkt ist das „Beiblatt“, also die Farbkarten. Hat man nur Skartindeln (Leerkarten) zu verlegen, dann wird es auch mit 12 Punkten manchmal recht eng."



Was haltet Ihr davon?
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  #2 (permalink)  
Alt 05.04.2010, 15:00
Benutzer
Piccolo
 
Registriert seit: 21.12.2009
Beiträge: 30
Standard Gretchenfrage

Ich finde das ist eine wunderbare Faustregel für Anfänger, die ja ganz besonders schwer dazu zu kriegen sind, zu Gunsten eines Dreiers ("da spiel ich ja gaaaanz alleine!") auf einen gedruckten Pagatrufer zu verzichten.

Aber auch weiterführend halte ich diese Methode geeignet, einen ersten Eindruck über die Särke eines Blattes zu bekommen. Natürlich spielt vor allem das Beiblatt und das Vorhandensein von Trullstücken eine große Rolle (Bei Gstieß Mond und insges. 9 Punkten zB. wird man bei brauchbarem Taron und Verteilung kaum verlieren.)

Für Fortgeschrittene sollte darüber hinaus vor allem das Lizit und die Sitzposition eine große Rolle spielen. Nach Weiter-Weiter-Piccolo kann ich deutlich mehr riskieren, als wenn ich als erster zum Lizitieren kommen (Wiener Sechserdreiervariante).

Die Frage, "mit welchem Blatt kann ich einen Dreier spielen" gehört wohl zu den schwierigsten und wichtigsten im Königrufen überhaupt.
Ich finde ja, Dreier sollten riskant lizitiert werden, aber was ist noch vertretbar? Wie haltet ihr das?

Ein Diskussionsbeispiel: An erster Lizitposition habe ich 10 "Sedlacekpunkte", darunter den Gstieß, keinen König, ich bin dreifärbig. Dreier oder nicht? (Solorufer?)

Oder: Selbe Position, 11 Punkte, Mond, keinen König, vierfärbig:

XXI, XIX, XVIII, XVII, XVI, X, VIII, V, Karo 3, Herz 2, Treff Bube, Pik Cavall.

Dreier? Und falls nicht, was dann? In Wien bekomme ich keine Ultimoansage im Solorufer, und vierfärbig geht der mitunter verloren. (Ein Grund, warum ich die Wiener Solorufervariante nicht so mag.) In OÖ. ist das, wenn kein Dreier, dann ein Solo.

Lg
ADLL

Geändert von ADLL (05.04.2010 um 15:14 Uhr)
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  #3 (permalink)  
Alt 05.04.2010, 20:43
Benutzer
Solorufer
 
Registriert seit: 25.10.2009
Ort: Lembach
Beiträge: 69
Standard

Ich finde diese regel für anfänger sehr gut, orientier mich immer wieder an der regel, wenn man die 12 punkte hat, solte man dieses spiel auch gewinnen.
habe also eine positive erfahrung mit dieser regel

gruß
spitzbuaamy
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  #4 (permalink)  
Alt 10.04.2010, 22:57
Neuer Benutzer
Piccolo
 
Registriert seit: 26.08.2009
Beiträge: 29
Standard Gedruckte Dreier

Ich stelle mir gerade eine Tarockpartie vor, in der jeder Spieler nur Dreier mit 12 solchen Punkten spielt.
Grauenhafte Vorstellung.

Für Anfänger finde ich die Regel gut, auch wenn es ein Unterschied ist, ob du Sküs und Mond hast, oder 2 andere 2- Punkte Karten über 15.
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  #5 (permalink)  
Alt 11.04.2010, 07:24
Benutzerbild von KnightMove
Tarockforum-Team
Valat
 
Registriert seit: 03.12.2004
Ort: Wien
Beiträge: 1.844
Standard

Persönlich halte ich an der Regel für ungeeignet, dass sie die Trullstücke nicht von den anderen Tarock differenziert. Das ist immens wichtig für einen Dreier.

Meines Erachtens müssten Sküs und Mond in so einer Regel drei Punkte erhalten, der Pagat zwei. Wieviele dann aber für einen Dreier notwendig sein sollten, ist eine andere Frage. Wahrscheinlich gibt es einfachere und treffsicherere Faustregeln.
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  #6 (permalink)  
Alt 11.04.2010, 12:14
Benutzer
Piccolo
 
Registriert seit: 21.12.2009
Beiträge: 30
Standard

Ja, die Trullstücke muss man natürlich einberechnen.
Also ich würde das so formulieren:

Für einen Dreier benötigt man:
- Ohne Trullstück mindestens (!) 12 Punkte
- Nur mit dem Mond 11-12 Punkte
- Mit dem Gstieß 10-11 Punkte
- Mit Gstieß und Mond 9 Punkte
- Mit Gstieß und Pagat 9-10 Punkte
- Mit Mond und Pagat 10 Punkte
- Mit der gesamten Trull 8-9 Punkte

Die hier angegebenen "Spannweiten" meinen, dass bei einem Minimum an Punkten auch die Farben gut sein sollten, bei einem Maximum können die Farben schwächer sein.

Das ist dann natürlich keine "Faustregel für Anfänger" mehr. Aber sicherlich genauer, als die hohen Trullstücke einfach mit 3 Punkten zu bewerten. Es macht schon einen ziemlichen Unterschied aus, ob ich Gsteiß habe, oder Mond.

Im Zweifelsfall überwiegt das persönliche Urteilsvermögen und die Erfahrung natürlich solche Faustregeln, und auch die Lizitposition spielt eine große Rolle.

Lg
ADLL
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