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Ich würde da folgendermaßen vorgehen: 1. Beim ersten Mal auf jeden Fall den Kontrierenden im Stich lassen. Nur so kann dieser seine lange Farbe zeigen. 2. In weiterer Folge würde ich nur dann übernehmen, wenn der Tarockabstand gering ist. Z.B. der Kontrierende sticht mit IX, ich habe VII und X im Blatt. Dann werde ich X nehmen. Schließlich ist es nicht besonders wahrscheinlich, dass X in weiterer Folge als "glorreicher Stecher" in Erscheinung tritt. 3. In diesem besonderen Fall spricht natürlich dafür, den Kontrierenden im Stich zu lassen, dass ich in einer Farbe skat bin. Vielleicht hat der Dreierspieler gerade in dieser Farbe einen blanken König.
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Ich würde in 2 Fällen dem Kontrierer den Stich abnehmen - wobei die Höhe des Tarocks, mit dem ich stechen muss nebensächlich ist: 1. Ich kann die vom Kontrierer verlangte Farbe bringen. Dann muss der Dreierspieler einen Stecher opfern oder der dritte Gegenspieler (sitzt nach dem Dreier-Spieler) sticht einen fetten Stich heim. 2. Ich bringe die Farbe, wo der Dreierspieler den König aufgenommen hat. Möglicherweise hat der Kontrierer genau aus dem Grund kontriert, weil er diesen König schlägt. Eventuell steche ich auch, wenn der Dreierspieler die Trull angesagt hat. Dann weiß er nicht, wann und wie er den Pagat heimbringen kann. Trifft keines dieser Szenarien zu, ist das Stechen des Kontrierers ein gravierender Fehler!! |
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Ich würde wenn ich mit einer der kleinen Tarock stechen kann, überstechen und dann und dann eine meiner langen Farben bringen. Mit den höheren Tarock (XVII oder XVIII) würde ich nicht stechen, sondern Diese für eine Vorlage für den 3-er Spieler vorerst zurückhalten. :?: |
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vachas gedanke wäre auch meiner, zumindest ad hoc bzw. "in der automatischen spiel-reaktion" - ohne lange strategische gedanken während des spieles anzustellen . . . .
__________________ 2 freunde suchen partner zum königrufen |
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Ein Detail hatte ich nicht erwähnt, es ist aber wichtig: Ich war skat in der langen Farbe des Dreierspielers, und hätte dann nur Stiche auf das Ausspiel ebendieser nehmen können. Das war also tatsächlich kein Kriterium. Im konkreten Falle ließ ich den Kontrierer immer im Stich (dreimal). Das Problem war, dass wir alle drei Gegner sehr ähnliche Farbverteilungen hatten. Als ich den Kontrierer im Stich ließ, spielte er immer Farbe, die ich zugab, der Dreierspieler nahm niedrig, der vierte Mann musste ihm billig die Schmiere geben! Und der Dreierspieler behielt seine Stecher, mit denen er am Schluss insgesamt 39 Punkte heimbrachte (obwohl sogar mein blanker König ging). Hätte ich die Stiche genommen und dieselben Farben ausgespielt, wie der Kontrierer es dann tat, hätte der Dreierspieler (die Verteilung nicht kennend) wohl Stecher geopfert und verloren. Die Frage ist: Hätte ich das wissen können? Wenn ja... ab welchem Zeitpunkt, und wie hätte es gut gewirkt? |
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Hätte primär auch Vachas Vorgehen gewählt; nachdem ich dann GM KnightMoves zweites mail gelesen habe stellt sich die Taktikfrage neu: ab wann und wodurch soll der zweite (halb)starke Gegenspieler erkennen, daß es sinnvoller wäre, wenn er selber das Kontraspiel in die Hand nimmt. Glaubst Du, KnightMove, das Ihr gewonnen hättet, wenn Du die Führung des Kontras übernommen hättest?
__________________ Generalsekretariat des Vereines zur Förderung von Tarock & Önologie i.V. |
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Das kommt darauf an. Nein, wenn der Dreierspieler richtig spielt. Dann macht es gar keinen Unterschied. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass er sich mit den Stechern in Farbstichen verstochen hätte, wäre vielleicht erhöht worden. In diesem Falle hätten wir gewonnen. Nur: Wenn ich die Farben des Kontrierers anspiele, wird der Dreier realisieren, dass der Kontrierer sie noch mithat, und sich nicht verstechen (das Risiko, durch den vierten Mann überstochen zu werden, ist in beiden Fällen gleich). Und wenn ich eine Farbe spiele, die der Kontrierer NICHT angezeigt hat? Dann könnte es funktionieren. Aber so etwas kann bekanntlich auch ein furchtbarer Schuss nach hinten sein. Was, wenn die Kontrierer die "Trümmer" hat, aber dafür nicht so lang ist? Dann darf ich ihn keinesfalls anschießen. |
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Das ist meine bloße Meinung - ich kenne zwar die Regeln auch dieses Spieles, aber ich spiele fast nur ungarisches Zwanzigerrufen und Royal, manchmal auch französisches Tarock. Ich hätte ja gestochen, auch mit dem XVIIer oder XVIer, wenn es mir keine andere Wahl gegeben hätte. Der Kontrierer musste mindestens 6 oder vielleicht 7 gute Tarocks haben, und dazu kommen noch deine 2 Stecher. Wäre ich zu kurz gewesen, dann hätte ich als Gegenüber gar nicht kontriert, auch wenn ich 2 Farben steif gewesen wäre. Er hat auch einen Fehler begangen, als er einen mittleren und nicht einen kleinen Tarock gespielt hatte. Mit 6 oder 7 Tarocks muss man nicht unbedingt stechen. Was wichtig ist: er war länger als du, und deshalb hätte er dich, den Linkssitzender stechen lassen. Mit nur 5 Tarocks und praktisch keinen Farbstichmöglichkeiten mehr musst du so bald wie möglich mit deinen hohen Tarocks stechen. Als Linkssitzender hättest du danach sofort deine lange Farbe ausspielen müssen und zwar eine hochwertige Karte. So hätte der Dreierspieler wahrscheinlich schon im zweiten Stich einen Stecher geopfert. Zweitens: der Rechtssitzender mit seiner (wahrscheinlich) wenigen Tarocks hätte sich schnell tarockfrei machen können, und am Ende des Spiels, wenn der Dreier nur noch Tarock oder seine langen Farbe, die nun auch als Tarock betrachtet wird, ausspielen kann, schmieren. Und der Kontrierer hätte (hoffentlich) die fette Stiche mit seinen Stechern heimbringen und Farben spielen, um sich zu verlängern. |
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