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Liebe Tarockfreunde! Beim letzten Tarockevent in Wien-Stammersdorf-Gratulation an die Veranstalter für das gelungene Turnier- hatte ich eine Spielsituation, die zu einer Diskussion mit meinem Spielpartner über die Spielweise führte. Bevor ich mein Blatt und meine Überlegung darlege noch ein Gedanke -ich habe wohl in vorhergehenden Spielen meine Spielpartner durch voreilige Ansagen verärgert, die uns bessere Ergebnisse beschert hätten- ich verspreche Besserung! Dies hat wohl damit zu tun, daß ich schon lange Zeit kein gutes Blatt in Händen hatte..... Zurück zur konkreten Spielsituation und ich ersuche um Anregung, bzw. Kritik: Ich war Vorhand mit folgendem Blatt: 5 Herz: König, Dame, Kavall u. 2 Skartindel, 3 Karo: 2 Figuren ohne König u. 1 Skartindel, 4 Tarock: Sküs, Mond, XIX und entweder XII oder XIV. Der Spieler links von mir spielte einen Pagat-Rufer als höchste Lizitation und rief Herz. Ich sagte daraufhin die Trull an und als Ausspieler spielte ich Sküs, Mond, um die geringe Chance zu nutzen, daß der XX beim Gegner nur 1x besetzt ist um Valat anzustreben. Hätte ich anders spielen sollen? Danke für Tipps und Anregungen! mit herzlichem "Tarockgruß" :P
__________________ Liebe Grüße Manitou |
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was mir fehlt ist auf alle Fälle die Ansage des König ultimo. Das Spielweise hängt natürlich auch vom Talon ab. M.E. war es laut Wahrscheinlichkeit richtig gespielt, natürlich könnte es im konkreten Fall auch besser sein, wenn man die lange Herz (oder kleines Tarock)bringt, damit bei allen Tarock zieht und die Tarock zum Abstechen der langen Farbe des Rufers einsetzt. Aber da müsste man wohl den Gegner in die Karten sehen, um das zu ahnen. |
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Man müsste natürlich dabei gewesen sein, um die Sache wirklich genauer einschätzen zu können, aber: Wenn ein Spieler hinten nach einen Pagatrufer macht, hat er wahrscheinlich nicht allzu gute Karten, da er ansonsten einen Dreier machen würde. Nun stellt sich die Frage, was im Talon lag. Lagen bsp. 3 Tarock auf einer Seite, so ist das Schlagen des Partners mit Sküs und Mond sicher richtig. Lag aber bsp. kein Tarock, sieht die Sache anders aus. Der Partner hat wie gesagt Sküs, Mond, XIX und noch den XIV. Die Wahrscheinlichkeit das der Pagatrufer zumindest den XX hat ist relativ groß und die Frage nach dem Valat stellt sich auch nicht, wenn der Spieler bei einem Pagatrufer keinen Tarock aufnehmen kann. Also in diesem Fall würde ich als Partner mit Sküs , Mond, XIX auf keinen Fall schlagen, sondern die gerufene Farbe Herz ausspielen. Der Pagatrufer kann hinten nach immer stechen und seine Farbe (Die er unweigerlich haben muss) spielen. Ich kann sicher stechen (da zweifarbig) und meine Herz spielen. Da im konkreten Fall eine Diskussion über die Spielweise des Partners entbrannt ist, nehme ich stark an, dass der Pagatrufer eher schwachbrüstig war (wahrscheinlich 7 Tarock nach Ablage) und mit dreimaligem Ausspiel (Sküs, Mond, XIX) des Partners stark in Bedrängnis kam und seine eigene Farbe nicht oder fast nicht herausbrachte. Fazit: Von außen kann man die Situation wirklich nicht eindeutig beurteilen. Es kann im konkreten Fall völlig falsch, aber auch völlig richtig gewesen sein. |
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