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Es scheint mir jedenfalls alles nahe genug an 50% zu sein dass sich keiner über das eine oder das andere mit Recht beschweren darf. |
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Also ich bleibe bei meiner Meinung. Anscheinend ist die Wahrscheinlichkeit dass der König mindestens zu zweit steht bei ca. 50%. Warum also sollte ich eine klare strategische Linie (Fehlfarbe des Solisten suchen und konsequent forcieren) aufgeben, um in derart trüben Gewässern nach Punkten zu fischen? Zumal ein stilles Vogerl im Solo ja ebensoviel zählt wie ein angesagtes im Besserrufer? Zumal es mit ca. 50%iger Wahrscheinlichkeit in einem strategischen Desaster endet (Solist in die Zugfarbe gespielt, Starker angeschossen)? Übrigens selbst wenn ich den König herauslocke, steigt dadurch natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass der Partner des Solisten eine hohe Figur schmieren kann. Darüber hinaus sinkt die Wahrscheinlichkeit dass ich als schwacher Gegner meinem starken Partner eine hohe Figur schmieren kann. Die ca. 50%-Punkterechnung geht also nichtmal auf! Ich würde eine solche Spielweise mit einem Schachspieler vergleichen, der - anstatt die aktive Entwicklung seiner Figuren voranzutreiben - in der Eröffnung auf Bauernjagd geht. Der materielle Vorteil ist gering und muss in der Folge häufig mit Zinsen zurückgezahlt werden, der darurch entstehende strategische Nachteil ist aber mitunter gravierend. (Dennoch sind eine vielzahl von Spielern nicht und nicht davon zu überzeugen, dass es falsch ist, so zu spielen. Naja, die Gier...) Hat übrigens der starke Gegner die Fehlfarbe des Solisten lang und wird sie konsequent forciert, hat er gute Chancen den Solo zu Fall zu bringen. Natürlich nur, sofern ihn sein schwacher Partner nicht fortwährend anschießt.... ;) Lg ADLL |
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Lg ADLL |
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Warum steigt sie später? Wie bereits gesagt: Zitat:
Das ist exakt was ich beim Besserrufer mache. Beim normalen Rufer und beim Solorufer sammle ich die Punkte (ja, Vägel und König ultimo werden nicht völlig ignoriert). Der Solorufer (der bei uns übrigens niedriger ist als Bettler und Piccolo) wird tendentiell dann gespielt, wenn sich der Spieler vor dem Trischaken fürchtet (das bei uns relativ teuer werden kann) - mit Gewohnheiten sich gegenseitig anzuschießen hat das meiner Meinung nach weniger zu tun als mit der Erfahrung dass viele Solorufer relativ "schwindlig" sind und nur aus Verlegenheit gespielt werden. |
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Liebe Bel, danke für die Diskussion. Ich habe meine bescheidene Meinung dargelegt, bleibe auch dabei und setze sie nicht erneut auseinander. Nur zwei Sachen noch: 1. Die Schmierwahrscheinlichkeit der Solisten steigt, indem ich den Solisten schone und seinen Partner schieße, dieser wird früher tarocklos und kann dem so stärker gespielten Partner leichter und früher schmieren. Die Schmierwarhscheinlichkeit der Sologegner sinkt, wenn der Starke geschossen wird, da dieser in Tarock gekürzt, sein schwacher schmierwilliger Partner daher relativ länger in Tarock wird. Er schmiert daher schwerer und später. 2. Bel schreibt: "Dein Gegenvorschlag, wenn ich das richtig verstehe, ist im Solorufer grundsätzlich die Strategie wie beim Besserrufer zu fahren" Der Schwache spielt sich schwach, der Starke spielt sich stark. Dieses, man kann getrost sagen seit Jahrhunderten (vgl. zB Uhlmann, Illustriertes Wiener Tarockbuch) erprobte, strategische Grundkonzept ist in der Tat nicht dem Besserrufer vorbehalten. Auch im Gegenspiel eines Dreiers (bei dem es ja auch "um die Punkte geht") ist das die richtige Taktik, wie sich schwer bestreiten lassen wird. Im Solorufer gilt aus meiner Sicht natürlich das Gleiche; Gründe siehe meine früheren Beiträge. (Es gibt in der Tat eine interessante theoretische Ausnahme von diesem Konzept: Wenn nämlich beide Spieler extrem tarockstark sind, schwache Farben aber jeder andere Fehlfarben haben. Nur in dieser Situtation, die übrigens im Bridge als "Crossruff" bezeichnet wird, ist wechselseitiges Anschießen sinnvoll, und kann sogar den Valat ermöglichen. Anders als im Bridge ist im Tarock eine solche Situation aber viel schwerer zu erkennen, und ihre Druchführung viel riskanter. Der hier diskutierte Fall gehört jedenfalls nicht in diese Kategorie.) Lg ADLL |
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Hallo ADLL, was du schreibst macht Sinn. Und nur um das klarzustellen: Ich habe nie behautet und werde nicht behaupten diese Strategie sei schlecht. Das sich jemand, wie in diesem Fall, beschwert dass man so gespielt hat halte ich auch nicht für gerechtfertigt. Das einzige wo wir uns evt. nicht einig sind ist die Frage ob man in diesem Fall eine günstig erscheinende Gelegenheit ein paar Punkte einzusammln nutzen soll oder nicht. Was mich in diesem Zusammenhang mehr interessiert als der "cross ruff" zweier Tarockstarker Partner ist die Taktik zweier schwacher (oder nur durchschnittlicher) Partner. |
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