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Im Königrufen gibt es eine sehr beschränkte Anzahl von Ausspielsignalen, also Konvenzionen die dem Partner(n) Informationene über das eigene Blatt bzw. die gewünschte Spielweise liefern. ZB.: Wer im Solorufer Tarock ausspielt fordert das auch von seinem Partner. Wer im Gegenspiel eines Dreiers einen König ausspielt will sich stark spielen. Wer im Gegenspiel eines Dreiers in die Farbe eines aufgenommenen Königs spielt will sich stark spielen. Wer eine Farbe zweimal bringt will sich stark spielen. etc. Im französischen Tarot und erst recht im Bridge gibt es ein weit elaborierteres System von Ausspiel (auch Zugeb-) Signalen. Das ist natürlich v.a. auch auf Grund der hohen Anzahl an "kleinen" Karten möglich - zB 10 Skartindeln in jeder Farbei beim franz. Tarot. Dennoch denke ich, dass das Signalgeben auch im Königrufen deutlich erweitert werden könnte, und damit vor allem das Gegenspiel, also die Verteidigung deutlich erleichtern könnte. ZB.: Ich bin Gegner eines Pagatrufers, der Spieler sitzt vor mir in der Vorhand und spielt ein kleines Tarock aus. Natürlich gehe ich klein drauf. Aber hier könnte ich ein Signal geben: - ein gerades Tarock zeigt: "ich fühle mich stark. Bitte spiele eine Farbe die du kurz hast, Partner." - ein ungerades Tarock zeigt: "ich fühle mich schwach. Partner, bitte spiele eine lange Farbe wenn du stark bist, bist du selbst auch sehr schwach, erwäge, die gerufene Farbe zu spielen, damit ev. der Partner des Pagatrufers zu lang in Tarock wird." Oder man könnte festlegen: Wenn die Gegner eines Piccolos sich fürs Austarockieren entscheiden, kann es ja sein, dass der Piccolospieler NICHT mit Tarock in den Stich kommt, also seinen Stich mit einem König machen will. Komme ich nun zum Ausspielen, spiele ich natürlich Tarock, aber welches? Hier könnte ich ein Signal geben: - ein gerades (ca.X-G) Tarock zeigt: "Ich habe mindestens einen König in einer schwarzen Farbe." - ein ungerades Tarock zeigt: "Ich habe mindestens einen König in einer roten Farbe." - ein ganz kleines Tarock zeigt: "Ich habe gar keinen König." Die Informationen, die man dadurch kriegt, klingen nach nicht viel, können aber gold wert sein. Das sind nur 2 Beispiele, wies gemacht werden könnte. Die Möglichkeiten sind denke ich groß. Man müsste mal anfangen sowas in der Praxis zu erproben. Ich wollte hier einfach mal eine diesbezügliche Diskussion lostreten. Man könnte auch anfangen, alle quasikonventionellen Ausspielsignale, die es jetzt schon gibt, aufzulisten, und dann vorsichtig Erweiterungen versuchen. Was haltet ihr davon? Lg ADLL |
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An und für sich keine schlechte Idee, die aber nur funktionieren kann, wenn man immer gerade und ungerade Tarock in der Hand hat. Ansonsten endet das in einem Chaos, weil ich dem Partner damit etwas signalisiere was ich nicht habe, bzw. was ich nicht will, dass er das macht. Und was noch dazu kommt, halten sich einige nicht an die Regel, sind verbale Attacken vorprogrammiert. Oder es entwickelt sich zu einem Zweiklassen Spiel. Was vielleicht eh schon exisitiert, aber dann um so mehr. gr. seki52 |
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versteckte signale beim tarock??? wenn man so obstruse hilfsmittel hernimmt wie etwa ungerades tarock verrät heimlich ganz etwas anderes wie gerades tarock... ja dann ist es nicht mehr weit dass jemand den zeigefinger streckt, wenn er etwa karo haben will oder sein zipfer märzen nach einem kräftigen schluck auf das untere ende des bierblatts plaziert, wenn er ein kleines tarock verlangt. sorry... aber sollte so eine spielweise auftreten, würde ich auf das halma-brett wechseln. rossos, e.h. |
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Wie du meinem Beitrag entnehmen kannst sind Signale (nicht nur) im Körufen gang und gebe. Mein Vorschlag war, sie auszuweiten. @Seki: Signale können unter Umständen Verwirrung stiften, wenn man die richtigen Karten nicht auf der Hand hat. Die Idee ist natürlich, dass sie öfter nutzen als schaden. Eine Klärung der verwendeten Konventionen müsste natürlich vor dem Spiel erfolgen. Dies würde ohnehin schon jetzt nicht schaden. ZB.: Heißt das Lizit eines Solorufers ich hab mindestens den Gstieß zu sechst? Spiele ich in die Farbe des vom Dreierspieler aufgenommenen Königs hinein, bin ich dann sicher stark? (leider halten sich bei Leibe nicht alle dran) etc. |
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Interessant währe auch folgende Konvention: Bin ich Gegner eines Kakadu- oder Quapilrufers, und habe ich ein mittelstarkes Gegenblatt, ist ein Kontra auf den Vogel mitunter nur erfolgreich, sofern mir mein Partner etwas helfen kann. Wie oft merkt man nach ein/zwei Stichen schon: "den hätte ich kontrieren können"? Oder, "Mist, mein Kontra kann sich nicht ausgehen". Nun könnte man in so einem Fall zunächst das Spiel kontrieren, der Partner spritzt den Vogel, sofern er ein bis zwei Stecher oder ein hohes Trullstück hat. Da der Vogel um soviel mehr wert ist als das Spiel (bei den Cups, nicht bei Gametwist), müsste sich das langfristig eigentlich lohnen, auch mit dem Risiko ein Re auf das Spiel zu kriegen. Nur ein Gedanke, lg ADLL |
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Die Honneurs, sofern gespielt, sind eine konventionelle Ansage. Absolut ebenso. Wie gesagt, im franz. Tarot funktioniert das gut. Genau nach dem gerade/ungerade-Prinzip. Man könnte die mittleren T bis etwa XIV ja dazunehmen. Das Markieren der starken/schwachen Farbe (erster Abwurf: schwache Farbe, zweiter Abwurf: starke Farbe) etwa hat(te) im Königrufen eine Jahrhundertelange Tradition, wie R Sedlacek schreibt; ist allerdings kaum noch üblich. Nur ein Beispiel für sinnvolle Dinge, die möglich wären. lg ADLL |
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Ich lasse den Gedanken nochmal setzen. |
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Die Anhänger eines "guten Partnerspiels" würden sich über die oben genannten Anzeigeformen freuen. Daher wäre eine Aufstellung der Anzeigevorschläge sehr interessant. Aber da gibt es noch die "Bösen", die würden sich über Signale während des Lizit freuen. Z.B.: ich bin stark, möchte dein Partner sein, rufe den Herz König... z.B.: ich halte die Karten "besonders deutlich" Oder spiele ich die Anzeigekarte "laut" dann gilt diese nicht ... usw. Aber wo ist dann die Grenze zum Renonce oder geben wir hier die Anleitung zu erlaubten Hilfsmitteln. |
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Wir spielen König rufen und nicht Watten, wo man dem Partner anzeigt, welches Blatt man besitzt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich finde daher die ganze Diskussion für sehr frag- bzw. merkwürdig. Gute Spieler erkennen anhand der Spielweise, ob sich jemand stark oder schwach spielt, oder wer die Partner sind. Daher für mich: Ende der Diskussion! Arno Peter
__________________ postler40 |
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