Das Forum zum Thema Tarock (primär Königrufen)  

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Alt 23.12.2011, 17:48
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Valat
 
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Nach ununterbrochenem Vorweihnachtsstress jetzt komme ich jetzt zum Nachtrag des letzten Rätsels. Es wurden folgende Tarockeditionen eingesandt, wobei verschiedene Versionen des gleichen Decks als ein Punkt zählen:

- Tarock mit Szenen aus den Franzosenkriegen von Georg Vollnhals, 1817
- Habsburger-Tarock mit Szenen aus der Geschichte der Habsburger
- Piatnik Allerfeinste Österr. und Ungarr. Militär-Tarock (Drei-Kaiser-Treffen-Tarock), 4 Editionen 1884-ca. 1920
- Napoleon-Tarock von J. G. Herbert, Deutschland, ca. 1808
- Piatnik Soldatentarock von 1918
- Glanz Franz Josef Militärtarock (Österreich, vier Ausgaben)
- Andreas Haupold Militärtarock (Deutschland)
- Martin Boheme Militärtarock (Deutschland)
- Piatnik Militärtarock (Österreich)
- Soldatentarock mit Szenen der französischen Revolution, 1793
- Tiroler Militärtarock von Johann Albrecht, 1815
- Tiroler Tarock von Michael Albrecht

Nicht gewertet wurde:
- Glanz "Revolution of 1848"
... das ist das "Constitutions-Tarock" und in dem kommen, soweit ich die Trümpfe kenne, keine Kriegsszenen vor.

Insgesamt hat bel 10 Lösungen eingeschickt, Tarockpapst drei und flingy zwei. Das ergibt nach diesem Rätsel folgende Punktetabelle:


1175 bel
760 pagat
412 Tarockpapst
393 flingy
305 Gschtis
273 Robert Ohorn
237 Alscher
228 rossos
215 Friedensreich
150 bob.at
114 spitzbuaamy
98 bb1992
64 pinky_narf
60 ospero, Seki52
40 morf, JohannS
36 jmalles
30 DerIkeaElch, RoyalFlash18
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Alt 23.12.2011, 17:58
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Valat
 
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Jetzt zum letzten Rätsel mit dem Trischaken: bel, flingy und pagat haben allesamt Lösungen eingesandt, in denen alle ex aequo 11 Punkte machen - damit erhält jeder 40 Punkte. Als Beispiel sei die Lösung von pagat angegeben:
A: Tarock VIII-VI-V-IIII-II; Herz D-C; Karo 2-4; Treff D-C; Pik C
B: Tarock XVIII-XVII-XVI-XV-III; Herz A-2; Karo C; Treff 9-8; Pik D-9
C: Tarock XIV-XIII-XII-XI-X; Herz 3-4; Karo D-B; Treff B; Pik 10-7
D: Tarock XX-XIX-IX-VII; Herz K-B; Karo A-3; Treff 10-7; Pik B-8
Talon: Tarock: S-XXI-I; Karo K; Treff K; Pik K

Wir müssen annehmen, dass die Damen werden alle in den ersten Stichen ihrer Farben gespielt. Die Besitzer hoffen etwa, dass sie von den jeweiligen Königen gestochen werden. A spielt z.B. die Treffdame zum ersten Stick aus.

Tarock XVIII und XVII fallen unter XX und XIX. Wird Tarock ein drittes Mal ausgespielt, dann gewinnt B und spielt den III aus: C muss diesen Stich gewinnen. B sticht den zweiten Karostich natürlich mit einem hohen Tarock.

Unter diesen Voraussetzungen bekommt jeder Spieler drei Stiche und 11 Punkte:
A: Herz C-B-A-3; Treff D-B-10-9; Pik 9-8-7-Tarock
B: Karo B-3-4-Tarock; Pik D-C-B-10; 4 x Tarock
C: Karo D-C-A-2; Treff C-8-7-Tarock; 4 x Tarock
D: Herz K-D-2-4; 4 x Tarock; 4 x Tarock



Die neue Tabelle:

1215 bel
800 pagat
433 flingy
412 Tarockpapst
305 Gschtis
273 Robert Ohorn
237 Alscher
228 rossos
215 Friedensreich
150 bob.at
114 spitzbuaamy
98 bb1992
64 pinky_narf
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40 morf, JohannS
36 jmalles
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Das neue Rätsel:
Man finde möglichst viele verschiedene Bedeutungen des Wortes "Großtarock". Sehr ähnliche Bedeutungen werden möglicherweise zusammengefasst. Die Punkte werden gemäß der Anzahl der Lösungen aufgeteilt, mindestens zwei sind vonnöten.
Einsenden bitte per Privater Nachricht an mich, bis Sonntag, 1. Jänner.
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Alt 10.01.2012, 23:40
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Es kam nur eine einzige Einsendung, von bel, der damit 120 Punkte erhält. Aus meiner Sicht kann "Großtarock" bedeuten:
* Bestimmte Tarockpakete mit 78 Blatt
* Das in Deutschland gespielte Tarock im späten 18. Jahrhundert mit 78 Karten
* Das "Großtarock Modern Wiener Art", eine Variante von Tapp-Tarock mit 54 Blatt
* Ein anderer Ausdruck für "Grand-Tarock", die im Königrufen hin und wieder gespielte Handprämie mit 12 Tarock auf der Hand.

Tabelle:
1335 bel
800 pagat
433 flingy
412 Tarockpapst
305 Gschtis
273 Robert Ohorn
237 Alscher
228 rossos
215 Friedensreich
150 bob.at
114 spitzbuaamy
98 bb1992
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40 morf, JohannS
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Neues Rätsel:
Angenommen, in einem Solorufer spielt eine Seite (bestehend aus zwei Spielern) alle vier Vögel. Wie können diese auf die beiden Hände aufgeteilt sein?
Lösung bitte per PN an mich bis Sonntag, 22. 1.
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Alt 25.01.2012, 21:23
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Lösung:

bel machte mich auf den Unterschied aufmerksam, ob die Vögel *gespielt* oder *gespielt und gewonnen* werden - gemeint war letzteres, aber wenn man die Möglichkeit verlorener Vögel hinzunimmt, ist jede erdenkliche Verteilung der Vögel möglich. Wenn man davon ausgeht, dass sie alle gewonnen werden, dann sind die folgenden vier Verteilungen möglich (wenn die Spieler nicht unterschieden werden):

* Trivialfall: Ein Spieler hat alle 4 Vögel.
* Einer hat I, II und III, der andere IIII.
* Einer hat I, II und IIII, der andere III.
* Eine hat I und III, der andere II und IIII.

Gefunden haben das bel, flingy und pagat, die je 40 Punkte für die Lösung erhalten. Friedensreich hat nur die letzte Möglichkeit eingesandt und erhält 5 Punkte für das Mitspielen.

Die neue Tabelle:

1375 bel
840 pagat
473 flingy
412 Tarockpapst
305 Gschtis
273 Robert Ohorn
237 Alscher
228 rossos
220 Friedensreich
150 bob.at
114 spitzbuaamy
98 bb1992
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Neues Rätsel:

Man beschreibe Situationen, in denen die Ansage eines Spiels oder einer Prämie für den Spieler insgesamt von Vorteil ist, obwohl die Ansage wahrscheinlich verloren geht. Je mehr Fälle genannt werden, umso mehr Punkte gibt es, wobei die Zusammenfassung ähnlicher Situationen vorbehalten ist.
Lösungen bitte bis Sonntag, den 5. Februar, per privater Nachricht im Forum an mich.
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  #95 (permalink)  
Alt 08.02.2012, 18:02
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Es war zu erwarten, dass die Bewertung der Antworten etwas subjektiv ausfällt... ich muss jede einzelne über ihre Gültigkeit entscheiden. Diesmal haben zwei Spieler teilgenommen, pagat und bel.

Sieben eingesandte Lösungen von pagat:


1. Ein Spieler sagt ein billiges Negativ-Spiel (Piccolo) mit weniger als 50% Gewinnchancen an, um ein teueres Spiel wie Sechserdreier von Vorhand zu vermeiden. (Kommt nicht so oft vor in Königrufen-Varianten wo Sechserdreier nur gleich am Anfang angesagt werden darf.)

2. Mit mehreren Vögel könnte man unter Umständen einen wackeligen Solodreier ansagen, um die Vögelprämie doppelt zu bekommen.

3. (Kommt nur vor in Königrufen-Varianten, wo man in der zweiten Ansagerunde noch weitere Prämien ansagen darf.) Der starke gerufene Partner der sieht, das der Spieler einen teueren Vogel (III, IIII) vom Talon bekommen hat, kann eine relativ billige Prämie wie 4 Könige ansagen ohne Absicht diese zu gewinnen, um den Spieler zu ermutigen, sein Vogel anzusagen.

4. Man sagt einen schlechten Piccolo an, um einen Ruf als schwacher Piccolo-Spieler zu bekommen. Diesen Ruf kann man vielleicht später ausnutzten, indem man Kontras auf einen starken Piccolo bekommt, und kann mit Rekontra antworten.

5. Wenn ein Gegner einen Solorufer ansagt, das sehr wahrscheinlich gewonnen wird, könnte es manchmal sich lohnen z.B. ein Bettel mit nur 49% Gewinnchancen anzusagen.

6. Man kontriert natürlich einen Sechserdreier wann die Wahrscheinligkeit diesen zu besiegen ist nur etwa 40%, weil der Verlust des Spiels doppelt zählt.

7. Die Vorhand spielt einen einfachen Rufer, das mit weniger als 50% Wahrscheinlichkeit gewonnen wird, weil alle Gegner „weiter“ sagten, und alle andere Alternativen noch schlechter für die Vorhand scheinen.

Von bel kamen folgende Vorschläge:

1) Um den Mitspielern die eigene Spielstärke anzuzeigen (z.B. ein Partner der die Trull ansagt, wenn er Sküs+Mond hat aber nicht den Pagat).
Vorteil insgesamt: Der Partner weiß wie er spielen soll

2) Damit man sich als Partner identifiziert (z.B. wenn relevante Eigenschaften des Blattes aus einem zuvor überbotene Lizits hervorgehen).

Vorteil insgesamt: Der Partner weiß wie er spielen soll

3) Um jemandem das Spielen beizubringen, und ihm zu zeigen wie eine bestimmte Ansage grundsätzlich gespielt wird. Insbesondere bei Ansagen, für die man selten das wirklich passende Blatt hat macht es Sinn das den Anfängern auch mit einem nur einigermaßen passenden Blatt ein-, zweimal zu zeigen.

Vorteil insgesamt: Der/die Anfänger lernt und gewinnt Erfahrung

4) Als Verhinderungsspiel (z.B. Solorufer um einen Trischaker oder Sechserdreier zu verhindern).

Vorteil insgesamt: Man erhofft sich einen geringeren Verlust, oder eine etwas bessere Gewinnchance.

5) Um jemand in der Form "abzuzocken" wie es in insbesondere in Spielen im Internet um Geld schon öfter vorgekommen sein soll: drei Spieler spielen zusammen um den Vierten, der glaubt es spielt jeder für sich, systematisch auszunehmen. Der jeweilige Partner sagt Spiele an, die er

gar nicht gewinnen will.
Vorteil insgesamt: Geld/Punkte die sich mittelfristig bei allen drei Spielern sammeln (auf Kosten des betrogenen vierten Spielers).

6) Als reine Frustansage um dem Partner, oder gleich allen Mitspielern den Spaß zu verderben (als höhere Eskalationsstufe eines Konflikts).

Vorteil insgesamt: allgemein zweifelhaft - aber in der subjektiven Wahrnehmung des Spielers offenbar soweit vorhanden, dass es gelegentlich einmal vorkommt.


Bei pagat sind 1., 3., 5., 6. und 7. meines Erachtens korrekte Lösungen; 2. ist meiner Meinung nach nicht richtig argumentiert, denn absichtlich einen wahrscheinlich zu verlierenden Solodreier statt eines Dreiers zu spielen, kann sich nicht wirklich rentieren. 4. ist zu weit hergeholt.

Bei bel werte ich 1. und 4. ... 2. ist mir zu abstrakt (da bräuchte ich ein konkretes Beispiel, mir fällt selber keines ein), die anderen waren nicht so gemeint, auch wenn ich das nicht explizit dazugesagt habe.


Das bedeutet demnach 85 Punkte für pagat und 34 für bel. Die neue Tabelle:


1409 bel

925 pagat
473 flingy
412 Tarockpapst
305 Gschtis
273 Robert Ohorn
237 Alscher
228 rossos
220 Friedensreich
150 bob.at
114 spitzbuaamy
98 bb1992
64 pinky_narf
60 ospero, Seki52
40 morf, JohannS
36 jmalles
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13 david_9191
10 arnopeter, mozza, erich2811, hias59


Neues Rätsel:

Man finde einen Tarockbegriff, der direkt aus dem Tapp-Tarock ins Königrufen übernommen worden ist, sich aber in seiner Bedeutung geändert hat.

Lösungen bitte bis Sonntag, den 19. Februar, per privater Nachricht im Forum an mich.
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  #96 (permalink)  
Alt 22.02.2012, 19:35
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Nachtrag zum letzten Tarockrätsel: bel hat mir ein Beispiel geschrieben, das ich akzeptiere:

Zitat:
Zwei Spieler (A und B) sagen niedrige Spiele an, Bettler, Piccolo, Piccolo-Bei, etc.
Ein Spieler (C) einen Solorrufer oder Pagatrufer.
Spieler D meldet als Höchstgebot einen Kakadurufer.

Wenn nun Spieler C den Rufkönig blank hat kann er ihn trotzdem ultimo ansagen, damit Spieler D weiß, dass er mit dem starken Partner zusammenspielt. Wenn dieser somit weiß, dass der einzig Starke sein Partner ist, kann er entsprechend spielen. Womöglich kann er seinerseits offensichtliche Zusatzansagen wie die Trull machen, wenn ihm nur der Pagat gefehlt hat. Eventuell kann man auch von vornherein gemeinsam auf ein valat hinspielen.
Damit gebe ich ihm 11 Zusatzpunkte, ohne welche von pagat abzuziehen.

Zum aktuellen Rätsel: Hier hat wiederum nur bel eine Lösung eingesandt.

Zitat:
Zitat von bel
Zwei Begriffe, die in Tapp-Tarock (von 1827) und aktuellem Königrufen unterschiedliche Bedeutung haben:

1) "Renonce":
Im Tap-Tarock eine Farbe von der der Spieler keine Karte in der Hand hat (Seite 10 von [1]).
Im Königrufen ist damit ein Regelverstoß gemeint.
Auch auf Wikipedia sind beide Bedeutungen bekannt (siehe [2]).

2) "Contra Ultimo":
Im Tap-Tarock ist ein "Contra Ultimo" ein Pagat ultimo der Gegenspieler-Partei (Seite 18 von
[1]).
Im Königrufen ist es ein Setzen gegen die Pagat ultimo Ansage des Gegners (kontrieren).
Der Kontra-Begriff im Tapp-Tarock entspricht also eher dem im Bauernschnapsen (siehe [3]), das
Kontra im Königrufen entspricht dem Bridge oder Scat [4].

[1] http://www.noel.gv.at/bilder/d46/Tar...Spiel-1827.pdf
[2] Renonce
[3] Bauernschnapsen
[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Kontra_(Spielbegriff)
Damit erhält er wiederum 120 Punkte. Motivierende für das Rätsel waren der Begriff Dreier - im Tapp-Tarock steht er dafür, dass drei Karten aus dem Talon genommen werden. Im Königrufen ging die Bezeichnung auf alle Positiv-Spiele über, in denen einer gegen drei spielt.

Die neue Tabelle:

1540 bel

925 pagat
473 flingy
412 Tarockpapst
305 Gschtis
273 Robert Ohorn
237 Alscher
228 rossos
220 Friedensreich
150 bob.at
114 spitzbuaamy
98 bb1992
64 pinky_narf
60 ospero, Seki52
40 morf, JohannS
36 jmalles
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13 david_9191
10 arnopeter, mozza, erich2811, hias59


Neues Rätsel: Diesmal gibt es wieder eine praktische Königrufenfrage, und zwar eine eher leichtere (in einem der letzten Turniere selbst erlebt).

Ein Dreierspieler hat nach 10 Stichen noch V und den Karo König. Die Gegner haben noch 2 Tarock; alle Vögel sind weg. Es sind noch nicht viele Karo aus dem Spiel. Was soll der Spieler tun?
Lösung bitte bis Sonntag, den 4. 3. 2012, per PN an mich.
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  #97 (permalink)  
Alt 27.02.2012, 16:14
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Eine Präzisierung der Aufgabenstellung: Natürlich müssen schon viele Karo gefallen sein. Gehen wir also davon aus, dass die Gegner noch insgesamt drei Karo haben.
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  #98 (permalink)  
Alt 06.03.2012, 23:56
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Lösung: Es ist besser, den König auszuspielen. Anbei die Analyse von bel:
Zitat:
Zitat von bel
Es gibt vier verschiedene Kombinationen in denen zwei Tarocks, drei Karo und eine andere Karte verteilt sein können:

Zu 20% sind die beiden Tarock zusammen: In diesem Fall verliert der Dreier-Spieler auf jeden Fall beide Stiche.

Zu 40% hat jeder Gegner ein Karo. In diesem Fall sticht der Dreier-Spieler auf jeden Fall irgendwann mit dem König, egal was er ausspielt.

Zu 20% hat der Gegner mit dem größten Tarock kein Karo. In diesem Fall verliert der Dreier-Spieler auch beide Stiche, egal was er ausspielt.

Zu 20% hat der Gegner mit dem niedrigeren Tarock kein Karo. Würde der Dreier-Spieler den Karo-König ausspielen, so würde dieser abgestochen während der Gegner mit dem höheren Tarock im ersten Stich Karo zugibt und den zweiten mit Tarock macht. Würde der Dreier-Spieler zuerst
Tarock spielen so fallen alle Tarocks und er kann den letzten Stich mit dem König machen.

Also:
Chance den König zu gewinnen wenn man ihn ausspielt: 40%
Chance den König zu gewinnen wenn man Tarock ausspielt: 60%
Das Rätsel war allerdings doch nicht so einfach, wie ich gedacht hatte, denn wie pagat herausgefunden hat, kann es bei einer bestimmten Konstellation besser sein, den König auszuspielen:

Zitat:
Zitat von pagat
Es gibt jedoch eine Ausnahme. Wenn ich als Alleinspieler z.B. 29 Punkte habe, und die Karten der Gegner sind etwa XII-X, Karo D-2-3, Treff-8 dann ist es nötig die Karo-Dame zu fangen. Wenn der Besitzer der XII auch X oder Treff-8 hat, habe ich immer verloren. Wenn alle Gegner einen Karo haben, und die Dame sitzt bei einem Tarock, habe ich immer gewonnen. Es bleiben die folgende Verteilungen:
XII-KD / X-T8 / K2-K3: ich muss Tarock V ausspielen
XII-K2 / X-T8 / KD-K3: immer verloren
XII-K3 / X-T8 / KD-K2: immer verloren
XII-K2 / X-K3 / KD-T8: ich muss meinen König ausspielen
XII-K3 / X-K2 / KD-T8: ich muss meinen König ausspielen
Es ist also besser in diesem Fall den Karo-König auszuspielen. Es gibt mehrere ähnliche Fälle wo der Alleinspieler bis Stich 10 weniger als 30/1 Punkte hat, so dass es genügt nicht der Karo-König allein zu gewinnen.
Freilich ist das nur eine Möglichkeit, die nicht Bestandteil der Angabe ist - es könnten ja auch drei Karo-Skartindel oder ein anderer König noch im Spiel sein. Tarock ausspielen ist jedenfalls die richtige Lösung.

Weitere richtige Lösungen kamen von Seki52, Friedensreich und Gschtis. flingy schrieb "König ausspielen", wobei aus seinem Begleittext hervorgeht, dass er sich nur verschrieben hat - trotzdem kann ich dafür höchstens das doppelte der 5 Punkte für eine falsche Lösung geben. Die fünf anderen erhalten je 24 Punkte. Die neue Tabelle:

1564 bel

949 pagat
483 flingy
412 Tarockpapst
329 Gschtis
273 Robert Ohorn
237 Alscher
228 rossos
244 Friedensreich
150 bob.at
114 spitzbuaamy
98 bb1992
64 pinky_narf
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Das neue Rätsel:
Man beschreibe eine Situation, in der es einen Fehler darstellt, einen Vogel still zu spielen und zu gewinnen - auch als letzter im Stich.
Lösung bitte bis 18. März per Privater Nachricht an mich.
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  #99 (permalink)  
Alt 19.03.2012, 21:48
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Lösung: Der einfachste Fall, dass einen Vogel als letzter im Stich zu spielen ein Fehler ist, ist ein dadurch verlorenes Dreierspiel - der Spieler macht den Uhu, verliert aber im letzten Stich den Mond oder den Pagat und dadurch die zum Sieg nötigen Punkte. flingy und bel haben Lösungen dieser Art eingeschickt.

Ein weit kreativerer und komplexerer Fall kommt von pagat:
Zitat:
Zitat von pagat
Eine mögliche Verteilung für die letzten 4 Stiche:
A: XVI, I, TB, H4
B: XI, X, T9, KD
C: K2, HK, HB, H3
D: XIX, IIII, KK, K2
A hat den Karo-König gerufen und Pagat Ultimo angesagt. B hat den Pagat kontriert.
A spielt den Treff-Buben zum viertletzten Stich aus. Herz-4 auszuspielen wäre in dieser Verteilung eigentlich besser, aber A weißt vielleicht nicht, dass das letzte Treff bei A sitzt.
Wenn sein Partner D den Quapil spielt, ist der Pagat Ultimo nicht mehr möglich. Wenn aber D mit dem XIX sticht und den IIII ausspielt, gelingt der Pagat Ultimo und König Ultimo dazu.
Man könnte noch versuchen, einen maximalen Crash zu konstruieren. Mein bester Versuch ist folgender: Ein Dreierspieler hat noch Mond, Pagat und Kakadu, spielt den letzteren im dritten Stich, und verliert dann beide gegen Sküs und Uhu. Dadurch kann zum Spiel neben der Trull und einem der beiden kleinen Vögel auch Honneurs und Absolut verloren gehen.

Es gibt wieder 40 Punkte für die drei Einsender, damit ist die neue Tabelle:

1604 bel

989 pagat
523 flingy
412 Tarockpapst
329 Gschtis
273 Robert Ohorn
237 Alscher
228 rossos
244 Friedensreich
150 bob.at
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Das neue Rätsel dürfte auch spielerisch interessant sein:
Man finde eine Situation, in der ein Spielersteher in einem Spiel mit Talon wirklich vollständige Information braucht, um die richtige Entscheidung im Spiel treffen zu können - also wissen muss, welche Karten noch im Spiel sind, und wieviele Punkte er hat.
Lösungen bitte bis Sonntag, 1. April, per PN an mich.
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  #100 (permalink)  
Alt 27.03.2012, 23:40
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Ich muss die Fragestellung mal wieder etwas variieren, denn jede Karte im Spiel kennen zu müssen, ist wohl doch übertrieben. Daher etwas anders und dafür eingeengter:
Man finde eine Spielsituation, in der ein Dreierspieler neben der Tarockzahl bei den Gegnern, den höchsten auf ihrer Hand und den Vögeln auch die erzielten Punkte beider Seiten wissen muss, um im Spiel die richtige Entscheidung zu treffen.
Die Frist wird auf 8. April verlängert - wie immer per PN an mich.
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