Als Regelung schlage ich vor:
Materialprämien sollen bei erzieltem Valat nicht gelten, außer sie sind für die Valatseite verloren, oder es ist ein Kontra erfolgt.
Begründung:
Bei einem Valat verfügt die Gewinnerseite über (fast) alle Karten - den Gegnern verbleibt höchstens ein Talon, und was da drinnen liegt, ist Glückssache. In jedem Falle ist das Erzielen einer Materialprämie bei Valat keine zusätzliche Leistung - sie zu werten, wäre eine Doppelprämierung (das gilt nicht so stark für Solospiele, aber es wäre zu kompliziert, für die verschiedenen Spiele verschiedene Valatregeln festzulegen). Also sollen diese
Prämien weder still noch angesagt zählen - dafür muss der Valat auch mehr wert sein als alle angesagten Materialprämien zusammen.
Wenn aber ein Kontra erfolgt ist, soll man sie wieder werten, denn:
* Die Gegner sollen für den Übermut des Kontras bestraft werden.
* Gegen ein Kontra auf eine Materialprämie Valat zu erzielen, ist eine zusätzliche Leistung.
* Bei Kontra und Rekontra könnten die Materialprämien plötzlich doch mehr wert sein als der Valat.
Und wenn die Valatseite eine solche
Prämie verliert? Etwa: Angesagter Grammopoi bei einem Solo, Valat erzielt, aber es liegen 15 Punkte im Talon - in diesem Fall soll die Valatseite für die zu kühne Ansage bestraft werden. Und wenn etwa die Trull im Talon liegt, gibt es keinen Grund, sie nicht für die Gegner zu werten.
Wenn diese Regelung nicht die Mehrheit findet, überlege ich mir, wie ich weiter mit Umfragen fortfahre.