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Umfrageergebnis anzeigen: Sind Situationen, wo Valat verschenken Profit bringt, akzeptabel?
Ja 9 34,62%
Nein 17 65,38%
Teilnehmer: 26. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #1 (permalink)  
Alt 06.08.2006, 22:18
Benutzerbild von KnightMove
Tarockforum-Team
Valat
 
Registriert seit: 03.12.2004
Ort: Wien
Beiträge: 1.844
Standard Valaterzielung: Vielleicht nicht Optimum?

Um die Fragestellung an einem Beispiel zu erläutern:



Beim Wiener Tarockcup zählen Materialprämien beim Valat nicht. An sich ganz vernünftig. Nur: Angesagte Trull und 4 Könige zusammen machen mehr aus als ein Rufervalat. Also macht man bei so einem Valat weniger, als wenn man den Gegnern einen Stich gelassen hätte und die Materialprämien einkassiert.



Beim Neunzehnerrufen und bei Pagatkasse können noch extremere solche Situationen auftreten. Da ist es klug von den Gegnern, absichtlich Valat zu gehen, um die Niederlage in Grenzen zu halten.



Nun die Frage: Ist das in Ordnung? Ich bin der Meinung, dass nein. Der Valat sollte seinem Namen entsprechend optimal bewertet werden. Wer den Gegnern einen Stich schenkt, soll IN JEDEM FALL weniger kriegen.
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  #2 (permalink)  
Alt 07.08.2006, 07:52
Benutzer
Piccolo
 
Registriert seit: 13.12.2004
Ort: raum baden
Beiträge: 40
Standard valat verschenken

tarock ist ein taktikspiel, also muß es dem spieler vorbehalten bleiben wie er das spiel zu lenken wünscht, versucht zu lenken, zu spielen.

es gibt zwar ein regelwerk, aber keine vorschrift wie man zu spielen hat, und zwar oin welcher reihenfolge etc.

das ziel ist es ein spiel optimal zu gewinnen unter einhaltung der regeln - es kann mir aber keine regel verbieten einen scheinbaren valat absichtlich zu verlieren um den spielgewinn zu maximieren.
__________________
2 freunde suchen partner zum königrufen
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  #3 (permalink)  
Alt 07.08.2006, 16:21
Benutzerbild von KnightMove
Tarockforum-Team
Valat
 
Registriert seit: 03.12.2004
Ort: Wien
Beiträge: 1.844
Standard

Darum geht es auch nicht, sondern darum ob es nach den Regeln Situationen geben kann, wo man mit Valat verschenken etwas verdient.
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  #4 (permalink)  
Alt 07.08.2006, 19:29
Jö ist offline
Erfahrener Benutzer
Bettler
 
Registriert seit: 17.05.2005
Ort: Salzburg
Beiträge: 138
Standard

Spieltechnisch und -ästhetisch ist wohl immer schöner + reizvoller, einen Valat zu spielen (so oft kommt der dann doch nicht vor...).



Wenn jemand profitmaximierend spielen will, so soll er.



Ich meine, man kann nicht vorschreiben, einen Valat spielen zu MÜSSEN.
__________________
Generalsekretariat des Vereines zur Förderung von Tarock & Önologie i.V.
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  #5 (permalink)  
Alt 08.08.2006, 08:39
Erfahrener Benutzer
Bettler
 
Registriert seit: 23.11.2005
Ort: Wien
Beiträge: 112
Standard

Zitat:
Zitat von
Spieltechnisch und -ästhetisch ist wohl immer schöner + reizvoller, einen Valat zu spielen
Über Geschmack lässt sich zwar nicht streiten. Aber einen etwas zu starker Rufer (zu feig für Dreier) mit gutem Talon und starken Partner Valat zu spielen ist nicht unbedingt hohe Tarockkunst.

Da ist es doch interessanter wenn es bei solch aufgelegten Spielen noch um etwas geht: d.h. wann gibt man einen Stich her, bzw. man verweigert man einen Stich, da Valat die günstigere Variante ist.
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  #6 (permalink)  
Alt 12.08.2006, 22:14
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Bettler
 
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@Jö

Doch, das kann man: indem man den Valat so hoch bewertet, daß keine wie immer geartete Prämienkombination diesen punktemäßig erreichen kann. Durch die addierte Valatprämie ist das auch ein relativ leicht zu erreichendes Ziel.
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  #7 (permalink)  
Alt 13.08.2006, 10:52
Benutzerbild von KnightMove
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Valat
 
Registriert seit: 03.12.2004
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Beiträge: 1.844
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Zitat:
Zitat von Enrice
@Jö

Doch, das kann man: indem man den Valat so hoch bewertet, daß keine wie immer geartete Prämienkombination diesen punktemäßig erreichen kann. Durch die addierte Valatprämie ist das auch ein relativ leicht zu erreichendes Ziel.


So einfach ist es leider nicht, denn dann müsste man den Valat so hoch ansetzen, dass der Valat alle Materialprämien zusammen rekontriert überbietet. Das wäre 250 - und das ist des Guten ein bisschen zuviel. Darum bedarf man noch ein paar Umfragen.
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  #8 (permalink)  
Alt 15.08.2006, 00:59
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hmm... auch wieder wahr

Konsequenz: verlorene oder kontrierte ff. Prämien müssen dann also doch zählen!
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  #9 (permalink)  
Alt 15.08.2006, 12:53
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Besserrufer
 
Registriert seit: 13.12.2004
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Beiträge: 295
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Hmm, ich weiss nicht wie ich abstimmen soll bzw. was gemeint ist mit der Frage: soll die absichtliche "Stichaufgabe" verboten werden, oder sollen Regelwerke verboten werden, bei denen es zu solchen Situationen kommen kann ?



Ich würde Jö zustimmen, dass man eben nicht vorschreiben kann einen Valat zu spielen, wenn er weniger bringt !

Ich finde aber ein Regelwerk höchst "ungeschickt" (wie zB das des Wiener Tarockcups), wo diese Möglichkeiten öfters vorkommen können, da der Valat doch das höchste Spielziel sein soll und nicht von monetären Zielen aufgegeben werden soll.



Wir haben bei uns in der Runde u.a. auch deswegen von Multiplikation auf Prämie umgestellt, wobei wir die Prämie all-in festgelegt haben (d.h. das Spiel wird nicht auch noch dazugezählt). Der Wert des stillen Valats sollte sich dabei ca. am Wert eines Dreiers orientieren inkl. (fast) allen angesagten Prämien. Also bei uns zählt der Dreier zB. 5 Pkte und der stille Valat das 5fache, dh. still 25, angesagt 50.



Um Spezialfälle und seltene Situationen wie rekontrierte Prämien abzufangen (aber wie oft kommt das vor wenn einer der Spieler ein Valatblatt hat oder 2 Spieler zusammen einen Valat haben ???) kann man noch die Regel einführen, dass wenn die normale Zählweise (Spiel + Prämien) mehr Punkte ergeben würden als der Valat, dann sind die höheren Punkte zu bezahlen. Somit beeinträchtigt man nicht das hohe Spielziel des Valats!
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  #10 (permalink)  
Alt 16.08.2006, 12:27
Benutzerbild von KnightMove
Tarockforum-Team
Valat
 
Registriert seit: 03.12.2004
Ort: Wien
Beiträge: 1.844
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Gemeint ist: Ist es akzeptabel, wenn das Regelwerk Situationen beinhält, wo das absichtliche Verschenken des Valates Profit bringt bzw. die Erzielung des Valates nicht das Höchstmögliche ist?
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