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Ich spiele sehr gerne Tarock und freue mich auch besonders auf die Turniere von Postler, weil bei ihm die „Qualität“ der Spieler großteils stimmt und bei Montanistikus, da geht es ungezwungener zu. Je nachdem, Einstellungssache. Ich bin weit davon entfernt, den Anspruch eines ausgezeichneten Spielers zu erheben. Niemand, auch nicht die selbsternannten Spitzenspieler, ist davor gefeit, nicht irgendwann einen „Bock zu schießen“! Aber einen Anspruch erhebe ich in einem bestimmten Level schon. Den Anspruch der Fairness. Ich bin auch nicht ein besonderes Haferl, der immer gleich jammert, sonst hätte ich meinen Beruf verfehlt. Aber mir ist schon öfters aufgefallen, andere Poster haben sich diesbezüglich auch schon mehrmals bemerkbar gemacht, dass so manches nicht mit rechten Dingen zugeht. Wie auch mir im gestrigen Postler-Turnier. Lange Zeit – konkret bis drei Spiele vor Turnierende – befand ich mich knapp vor Schuli an erster Stelle. Dann kamen Montanistikus und Chrifgo – also zwei Turnierveranstalter! – an den Tisch, um sofort zu erklären, es sei eh alles Wurscht und sie spielten nur mehr auf Risiko?! Zwei eigenartig riskante Spiele mit Kontra und Rekontra der beiden beförderten mich gleich auf Platz zwei. Dass ich dann einen extrem riskanten 3er gespielt habe, wodurch ich auf den 3. Platz zurückfiel, resultierte aus dieser Situation, weil mir nur mehr der 3er geholfen hätte. Wenn zwei Turnierveranstalter sich so vorbildlich verhalten, wird alles zur Farce! Gerade von zwei erfahrenen Spielern, die hoffentlich auch live spielen, könnte man schon eine Portion Weitblick erwarten. Leider weit gefehlt! Schade! Ich gratuliere Schuli zu seinem Sieg, er ist ein sehr guter Spieler, er hat sich den Sieg verdient. Aber unter „normalen“ Umständen hätte der Sieger anders gelautet. Kein riesengroßes Problem, zu dem ist es ja nur ein Spiel. Aber verschaukeln lässt sich jeder nur ungern. WoastScho |
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Hallo WoastScho, Mir ist es persönlich ein Bedürnis gerade zu diesem Punkt Stellung zu nehmen da es mich ja selber ebenfalls betrifft. Einmal vorweg: Ich gebe zu das ich ein wenig angefressen war weil ich zuvor vieles von dem was ich gewonnen habe wieder verloren habe. Deshalb wollte ich am letzten Tisch ein wenig Gas geben und habe zugegebenermaßen gesagt, dass ich nun ein wenig riskanter spielen werde. Christian hat dies auch gesagt das stimmt ebenfalls. Kommen wir mal punktemäßig zur Abrechnung. Du hast durch das riskante Spiel einmal gewonnen und einmal verloren. Ich habe mir das heute nochmals durchgerechnet und in Summe hast du durch unser Risikospiel zwei Punkte dazugewonnen. Denn einmal hast du als Partner von chrifgo gewonnen, einmal beim Dreier von chrigo durch meinen Konter verloren. Zum Dreierkonter: Ich habe einen Pagatrufer zweifarbig mit 6T + Gstieß lizitiert und Christian ging mit Dreier drüber. Ich habe einfach eine Chance gesehen den Dreier zu gewinnen darum habe ich da auch gekontert. Gut bis auf den Gstieß fehlten mir die Stecher aber trotzdem hätte ich diesen Dreier auch gekontert wenn es nicht Christian gewesen wäre und wir mitten im Turnier gewesen wären. Ich konnte aus deinem Vorwurf rauslesen, dass du der Meinung bist chrifgo und ich spielen zusammen und wollten Punkte treiben oder dir schaden Nun dazu folgendes: Ich habe deinen Stand nicht gekannt wusste also auch nicht dass es bei dir um Sieg oder nicht Sieg geht. Christian und ich mögen hier Partner sein aber dennoch sind wir am Tarocktisch wenn wir uns nicht zusammenrufen Gegenspieler und ich verhalte mich so wie bei jedem anderen auch da gibt es keinen Unterschied. Du kannst mir zu riskantes Spiel vorwerfen, da muss ich dir zustimmen, wie du aber auf mangelnde Fairness kommst verstehe ich nicht. Wäre es denn fair wenn ich im Turnierablauf auf andere Rücksicht nehme die besser dastehen als ich und bei denen es um was geht? Oder soll ich wie ein Individuum schauen dass ich für mich und meine Punkte spiele wie es bei einem Turnier üblich ist? lg Markus |
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Ich habe von diesem "Vorfall" während des Turniers nichts mitbekommen und ergreife mit diesem Post für keinen der vier Spieler Partei, das vorweg! Als Schiedsrichter habe ich mir aber die Statistiken des letzten Tisches laut Turnierprotokoll angeschaut und das ist das Ergebnis: 1. Spiel: monti verliert minus 3 Punkte, alle anderen gewinnen 1 Punkt --> wie chrifgo beschrieben: 6 für das Spiel + 1 für Pagat minus 8 für Honnretour ergibt +1 für WoastScho ansonsten wären es minus 5 gewesen 2. Spiel: chrifgo gewinnt 45, die anderen verlieren je 15 --> schmucklos, wie chrifgo es beschreibt, kann es nicht gewesen sein, denn schmucklos sind 12 mal 3 = gesamt 36 und nicht 45 Punkte. Der Dreierkonter von monti war zwar wie beschrieben etwas riskant aber durchaus vertretbar. Maximaler Punkteverlust aufgrund des Kontras minus 6 Punkte für WoastScho 3. Spiel: Der besagte riskante Dreier von WoastScho. Er verliert minus 18 Punkte, die anderen Spieler gewinnen je 6 Punkte. Der eigene riskante und verlorene Dreier im dritten Spiel von WoastScho ist eigenverantwortlich und durchaus mit einer Frustansage ob des Tabellenstandes zu diesem Zeitpunkt zu vergleichen. 4. Spiel: Tarockpapst gewinnt einen Dreier mit 30 Punkten, die anderen Spieler verlieren je 10 Punkte. Der Dreier von Tarockpapst im letzten Spiel war eine klare Sache und nicht beeinflussbar. Diese minus 10 Punkte gehen für WoastScho auf jeden Fall verloren. Aus meiner Sicht wäre der letzte Tisch ohne Kontras wie folgt ausgegangen: -5-9-18-10=-42 und genau -42 stehen laut Protokoll auch zu Buche. Der Vorwurf von WoastScho ist für mich also nicht nachvollziehbar, denn der riskante eigene Dreier mit minus 18 Punkten verhinderte Platz 2 und war sicher nicht notwendig, denn mit einem (Besser- oder Solo-)Ruferspiel hätte WoastScho Plus und nicht minus 18 geschrieben! Was bleibt nun im Endeffekt über: auf keinen Fall 41 Punkte, die WoastScho auf den Turniersieg fehlen! Ich muss aber zugeben, dass ich die Situation von WoastScho durchaus verstehen kann, denn auch ich war vor dem letzten Tisch Gesamtdritter und musste mich nach diesem Tisch mit Rang 10 begnügen. Es ist einfach bitter, wenn der letzte Tisch nicht so verläuft, wie man es sich vorgestellt hat, aber "amol da Gigl, amol da Gogl", sagt man! Ich hoffe, dass ich mit meiner Sicht der Dinge zur Aufklärung des "Falles" beigetragen zu haben! Arno Peter
__________________ postler40 |
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Eigentlich wollte ich es mit meiner Frustmeldung belassen, aber einige Reaktionen kann man doch nicht so stehen lassen. Auch ich spiele eher riskant als hinter den Stauden. Habe damit kein Problem. Aber wenn jemand ins Spiel einsteigt und erklärt, dass ohnehin alles Wurscht wäre, zeigt nicht unbedingt von einer fairen Einstellung. Noch dazu, wo Tarockpapst, der 4. Mitspieler, noch vor meiner Reaktion, Montanistikus und Chrifgo ermahnt hat, fair zu spielen, da es um den Turniersieg gehe. Und wenn Montanistikus erklärt, er habe nicht gewusst, wie es im Turnier stehe, dann klingt das mehr als lächerlich. Ich bin sicher, dass ich auch nicht zum Ausdruck gebracht habe, dass man mir zum Turniersieg verhelfen solle. Wenn jemand schon übermäßig riskant spielen will, weil den ganzen Abend über nichts gelaufen ist, dann bitte abmelden und im Spaßforum spielen! Rechnerisch hat Arno schon Recht. Aber erstens nach dem letzten Spiel, wo ohnehin alles entschieden gewesen wäre und zweitens, wenn man alles im Leben nur rechnerisch zu erklären braucht, hätte so manches keinen Sinn! Ich möchte dieses „Problem“ nicht zu sehr an die große Glocke hängen, ich wollte meinen Frust los werden – dazu ist ja der Chat da? – für mich ist die Sache erledigt und freue mich auf ein faires Turnier am kommenden Sonntag. WoastScho |
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Hallo Woast Ich weiss leider immer noch nicht was das Ganze mit Fairness zu tun hat. Gut ich habe gesagt dass ich es nun risikovoller angehen werde, was zwar nicht unbedingt angenehm klingt wenn man um den Sieg spielt was aber mit Fairness nicht viel zu tun hat. Ich habe nie gesagt es is eh alles wurscht weil das widerstrebt meiner Auffassung eines Turniers extrem, aber stimmt ich habe gesagt es gibt nur mehr volles Risiko, was aber bei mir als normalerweise eher zurückhaltenden Spieler nicht auf dasselbe hinausläuft. Und wegen des Zwischenstandes: Ich war zwischenzeitlich rauchen und habe die Nicks dann nicht mehr nach Punkten geordnet, sprich ich habe tatsächlich nicht auf den aktuellen Zwischenstand geschaut auch wenn es für dich lächerlich klingen mag. Wie risikovoll tatsächlich unfair ist darüber kann man ebenfalls streiten. Ich finde die beiden Reaktionen von mir auf Honneurs und auf den angesagten Dreier waren riskant aber durchaus mit den Handkarten die ich hatte vertretbar. Und: Ich verstehe dass du deinen Frust nur mal ablassen wolltest, aber durch den Modus "Diskussionsforum" hier kann man ja solche Themen aufgreifen und darüber reden. Und ich finde es schön, dass du den Weg gegangen bist anstatt deinen Frust runterzuschlucken. lg Markus |
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auszug aus den zeilchen von woastscho… über die schlimmen: „sie spielten aufgrund des Standes nur mehr auf Risiko“ über sich, den braven: „einen extrem riskanten 3er gespielt, da nur mehr der geholfen hätte“ wie sich doch die dinge frappant ähneln… allein der umstand dass man bei sich selbst unkritischere massstäbe ansetzt, verzerrt die realität!!! |
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Da ich in dieser Causa die vierte Person am Tisch war, wollte ich schon länger meine Interpretation der Geschehnisse darlegen, war allerdings vorübergehend aus technischen Gründen dazu nicht in der Lage. Daher spät, aber doch mein Statement: Aus meiner Sicht war der Anlass zum Groll von WoastScho nicht die Punkte oder die Spielweise, sondern die Ankündigung von chrifgo und monti unisono volles Risiko zu spielen; frei nach dem Motto "Es geht ja um nichts mehr!". Generell ist zu sagen, dass Tarock ein solch schönes Spiel ist, bei dem es sich einfach lohnt, sich immer zu bemühen und ein jedes Spiel ernsthaft zu betrachten ist eine Feststellung und kein Vorwurf!). Diese Wortmeldungen würden einen jeden Spieler, der um den Turniersieg rittert, ein wenig verärgern und irritieren. Der Zufall ergab es, dass genau diese Beiden bei zwei positiven Spielen jeweils das (vermeintliche) Gegenblatt hatten und sich entsprechend (re-)kontrierten. Ohne die zuvor getätigten Aussagen einer erhöhten Risikobereitschaft, wäre es gar nicht weiter aufgefallen bzw. hätte auch WoastScho die gesetzten Handlungen wahrscheinlich kommentarlos zur Kenntnis genommen. Fazit: Die Kontras waren vertretbar, aber durch die zuvor getätigten Aussagen (daher auch mein getätigter Appell an die Beiden) entstand ein sehr schlechter Gesamteindruck.
__________________ Mit freundlichen Grüßen Sir Franz III Tarockpapst |
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